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Nieheim Nieheims „Neue Mitte“ soll bessere Aufenthaltsqualität bekommen

Von Süden her wird der Richterplatz zukünftig durch eine kombinierte Treppen- und Rampenanlage erschlossen

Hermann Ludwig
04.10.2019 | Stand 04.10.2019, 18:27 Uhr
 Durch den Abriss des abgebrannten Westfälischen Hofes öffnet sich von der Marktstraße Nieheim ein neuer Blick zum Richterplatz. - © David Schellenberg
 Durch den Abriss des abgebrannten Westfälischen Hofes öffnet sich von der Marktstraße Nieheim ein neuer Blick zum Richterplatz. | © David Schellenberg

Nieheim. Gewinner des Planungswettbewerbs für die Umgestaltung des Richterplatzes in Nieheim ist das Büro Lohaus, Carl, Köhlmos Landschaftsarchitekten aus Hannover. Der siegreiche Entwurf wurde am Mittwochabend in einer Bürgerinformation vorgestellt, nachdem das vom Rat der Stadt Nieheim eingesetzte Preisgericht einstimmig für diesen Vorschlag votierte.

Holger Pump-Uhlmann, der die Stadt Nieheim seit vielen Jahren bei der Stadtentwicklung berät, stellte in einer Präsentation die Gestaltungsidee und die einzelnen vorgesehenen Gestaltungselemente des Platzes vor. Von Süden her wird derRichterplatz zukünftig durch eine kombinierte Treppen- und Rampenanlage erschlossen. Ansonsten ist die Fläche vollständig barrierefrei gestaltet und verläuft zur Marktstraße hin mit leichtem Gefälle.

Wasserspiel mit Stadtwappen

„Nach Osten begrenzt eine Grünfläche mit integriertem Weg die Freifläche. Erstmals in seiner Geschichte erhält der Richterplatz eine räumliche Fassung, in seiner Mitte ist ein bodengleiches Wasserspiel geplant, in das Elementen des Nieheimer Stadtwappens implementiert werden", erklärt Bürgermeister Vidal. Die anvisierte hohe Aufenthaltsqualität werde den Platz zu dem machen, was angestrebt Ziel der Entwurfsaufgabe war: ein multifunktional nutzbares räumliches Zentrum für die Stadt Nieheim, Nieheims „Neue Mitte". Gern möchte Rainer Vidal, dass in diesem Bereich auch gastronomische Akzente gesetzt werden, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Die Planungen werden in der kommenden Woche am 8. Oktober in der gemeinsamen Sitzung des Ortsausschusses Nieheim und des Planungsausschusses durch den Mitinhaber des Büros, Thomas Köhlmos, persönlich präsentiert. Gemeinsam mit dem Planungsbüro soll der Entwurf dann weiter entwickelt und konkretisiert werden. „Eine Umsetzung der Maßnahme wird nach dem Käsemarkt im kommenden Jahr angestrebt", berichtet Rainer Vidal.

Ende 2020 sollen die Arbeiten beendet sein

Die Gesamtkosten für Planung und Umgestaltung des Areals, betragen inklusive des Außenbereichs der Tagespflege und der Anlage von Parkplätzen etwa eine Million Euro. Etwa 800.000 Euro entfallen auf die Platzgestaltung. Die restlichen Beträge werden für die Maßnahmen im Umfeld verwendet, dazu zählen auch Hof- und Fassadensanierungen. Ende 2020 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein.

Die Förderung von 60 Prozent der Maßnahmen für den Richterplatz gehen einher mit der Förderung des Umbaus im Richterhaus. Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl hatte einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 581.000 Euro aus dem Städtebauförderprogramm für die Neugestaltung des Richterplatzes überreicht.

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