Im Gebet: Die Pfarrer und Vertreter der Kirchengemeinden auf dem Kulturgut Holzhausen. Fotos: Burkhard Battran - © Burkhard Battran
Im Gebet: Die Pfarrer und Vertreter der Kirchengemeinden auf dem Kulturgut Holzhausen. Fotos: Burkhard Battran | © Burkhard Battran

Kreis Höxter Neue Kirchengemeinde im Kreis Höxter gegründet

Mit einem großen Vereinigungsgottesdienst auf Gut Holzhausen hat sich die evangelische Christus-Kirchengemeinde Emmer-Nethe konstituiert

Burkhard Battran
11.06.2019 | Stand 11.06.2019, 08:12 Uhr |

Holzhausen. Mit dem Vereinigungsgottesdienst zur Gründung der evangelischen Christus-Kirchengemeinde Emmer-Nethe ist am Sonntag der entscheidende Schritt vollzogen worden. Die bisher selbstständigen Ortsgemeinden aus Brakel, Steinheim, Nieheim-Marienmünster und Lügde sind zu einer Großgemeinde vereinigt worden. Dazu wurde ein großer Gottesdienst „an neutralem Ort" gefeiert. Rund 400 Gläubige nahmen an dem Vereinigungsgottesdienst teil. Das Gut Holzhausen schien dazu der richtige Ort. In zentraler geografischer Lage und mit ausreichend Platzkapazitäten bot es den richtigen Rahmen, zumal es geschichtlich seit Generationen evangelisch ausgerichtet ist. Schon früher miteinander verbunden Aus der Perspektive der Geschichte betrachtet sei der gestrige Schritt gar nicht so ungewöhnlich, machte Superintendent Volker Neuhoff deutlich. „In der wechselvollen Historie von Reformation und Gegenreformation gab es immer schon Zeiten, in denen die evangelischen Christen von Steinheim, Brakel, Lügde, Nieheim, Marienmünster und Bad Driburg in unterschiedlichsten Konstellationen miteinander verbunden waren", sagte Superintendent Neuhoff. Bestes Beispiel dieser historisch gewachsenen Verbundenheit seien Marienmünster und Nieheim, deren evangelische Christen bereits seit über 150 Jahren einen Pfarrverbund bilden. Insgesamt 8.450 evangelische Christen sind in der neuen evangelischen Christus-Kirchengemeinde Emmer-Nethe zusammengeschlossen. „Wenn wir uns heute zu einer Gemeinde zusammenschließen dürfen, steckt darin auch ein Können und ein Müssen", sagte der Steinheimer Pfarrer Ulrich Beimdiek. Rasante Veränderungen in Kirche und Gesellschaft wie demografischer Wandel und der auch dadurch bedingte Rückgang der Mitgliederzahlen, verändertes Berufsleben und Freizeitverhalten, neue Formen spirituellen Lebens erforderten die Gründung neuer Großgemeinden, betont der evangelische Kirchenkreis Paderborn, zu dem die Emme-Nethe-Gemeinde gehört. Bad Driburg will selbstständig bleiben Mit Ausnahme von Bad Driburg sind nun alle evangelischen Ortsgemeinden im Kreis Höxter in Großgemeinden zusammengeschlossen. Höxter und Beverungen bilden die Weser-Nethe-Kirchengemeinde Höxter und im Südkreis sind die Städte Borgentreich, Willebadessen und Warburg zur evangelischen Kirchengemeinde Altkreis Warburg vereinigt. Ursprünglich sollte auch Bad Driburg Bestandteil der jetzt gegründeten Emmer-Nethe-Gemeinde werden, hat es dann aber vorgezogen, eigenständig zu bleiben. Im März wird erstmals ein gemeinsames Presbyterium der neuen Gemeinde gewählt. Bis dahin wird die Gemeinde durch einen Bevollmächtigtenausschuss vertreten. Auf Ebene der Ortsgemeinden werden Bezirksausschüsse gegründet. Nach außen verändert sich kaum etwas. Da die Pfarrstelle in Marienmünster-Nieheim eh nicht besetzt war und für die neue Emmer-Nethe-Gemeinde drei Pfarrstellen vorgesehen sind, bleibt es bei den bisherigen drei Pfarrern aus Steinheim, Brakel und Lügde. Superintendent Neuhoff: „Allerdings bilden Ulrich Beimdiek, Volker Walle und Holger Nolte-Guenther nun ein Pfarrteam."

realisiert durch evolver group