Wird erweitert: Das Kolumbarium in Steinheim. - © David Schellenberg
Wird erweitert: Das Kolumbarium in Steinheim. | © David Schellenberg

Nieheim/Steinheim Nach Diskussionen: Kolumbarium in Nieheim ist doch möglich

In Steinheim soll die Grabstätte sogar erweitert werden

Katharina Thiel
08.06.2019 | Stand 07.06.2019, 20:02 Uhr

Nieheim/Steinheim. Eigentlich war das Anlegen eines Kolumbariums in Nieheim vom Tisch. Im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen (Betriebsausschuss) hatte die Mehrheit der CDU-Vertreter dagegen gestimmt: zu geringe Inanspruchnahme, zu hohe Betriebskosten – so ihre Begründung. „Was passiert mit den sterblichen Überresten, wenn die Ruhezeit nach 30 Jahren abgelaufen ist", fragte Stadtverbandsvorsitzender Elmar Kleine, „ist dann eine zweite Bestattung notwendig?" Am Donnerstag dann die Kehrtwende. Mit 13 Ja-Stimmen (fünf Nein-Stimmen, sechs Enthaltungen), wurde das Kolumbarium in der Ratssitzung mehrheitlich beschlossen. „Der Beschluss ist gefasst", sagte Dietmar Becker, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Nieheim. „Die grundsätzliche Möglichkeit ist am Donnerstag geschaffen worden. Der Ortsausschuss in Nieheim kann darüber befinden." Die Hälfte der 52 Kammern ist vergeben Denn ob neue Bestattungsformen in den einzelnen Orten eingeführt werden, entscheiden die Ortschaften. „Der nächste Schritt ist jetzt, dass die Verwaltung die Friedhofssatzung überarbeitet", so Becker. Gleichzeitig müsse eine neue Gebührenkalkulation erstellt werden. Die Planung könne im kommenden Jahr beginnen. Dass ein Kolumbarium durchaus in Anspruch genommen wird, zeigt sich am Beispiel der Nachbarstadt Steinheim. „Wir haben unseres Mitte 2017 in Betrieb genommen und denken jetzt daran, das im kommenden Jahr zu erweitern", sagt Heinz-Josef Senneka, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Steinheim. „Das ist sehr gut angenommen worden." Fast die Hälfte der 52 Kammern, in die jeweils zwei Urnen passen, seien vergeben. „Die Tendenz geht zur Urnenbestattung."

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