Abgesperrt: Scheune und Wohnhaus sind nach dem Großbrand in Sommersell weiterhin beschlagnahmt. - © David Schellenberg
Abgesperrt: Scheune und Wohnhaus sind nach dem Großbrand in Sommersell weiterhin beschlagnahmt. | © David Schellenberg

Nieheim Großbrand in Nieheim-Sommersell: Ermittler schließen Vorsatz aus

Untersuchungen vor Ort gestalten sich schwierig

David Schellenberg
15.04.2019 | Stand 15.04.2019, 15:25 Uhr

Sommersell. Bei den Ermittlungen zur Ursache des Wohnhausbrandes in Sommersell gibt es erste Ergebnisse, nachdem der zuständige Beamte die Brandruine gestern noch einmal untersucht hat. Das erklärte Polizeisprecher Jörg Niggemann auf Anfrage der Neuen Westfälischen. "Wir können jetzt Vorsatz als Ursache ausschließen", so Niggemann. Was allerdings das Feuer in der Nacht zu Donnerstag im Anbau des Hauses auslöste, das später auf gesamte Wohnhaus übergriff, ist weiter unklar. Ein Sachverständiger der Versicherung soll zur Klärung hinzugezogen werden. Auch die Schadenshöhe kann bisher nur ungefähr geschätzt werden. Die Polizei geht von einem Schaden von mehr als 200.000 Euro aus. Während die Scheune komplett zerstört wurde, könnte das Wohnhaus eventuell noch zu retten sein - allerdings nur mit einem erheblichen baulichen Aufwand, da der Dachstuhl ebenfalls völlig zerstört wurde. Das Feuer war in der Nacht zu Donnerstag ausgebrochen. Weil der Scheunen-Anbau bereits voll in Flammen stand und das Feuer auf das Wohnhaus übergegriffen hatte, wurde Großalarm (Feuer 4) ausgelöst - die höchste Alarmstufe bei Bränden. 107 Feuerwehrkräfte aus den Städten Nieheim, Steinheim, Marienmünster, Brakel und Höxter waren im Einsatz, dazu Rettungsdienst und Polizei. Schwierigkeiten bereitete vor allem die Wasserversorgung.

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