Zwischen Schloss und Kirche: Über den großen Erfolg freuen sich die ersten Rückkehrer der Himmighäuser Delegation gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Matthias Goeken (4. v. l.): Moritz und Michael Papenkordt, Hildegard Lohr, Thomas Müther, Alfons Lange, Steffi Rolf und Michaela Rüther. - © Foto: David Schellenberg
Zwischen Schloss und Kirche: Über den großen Erfolg freuen sich die ersten Rückkehrer der Himmighäuser Delegation gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Matthias Goeken (4. v. l.): Moritz und Michael Papenkordt, Hildegard Lohr, Thomas Müther, Alfons Lange, Steffi Rolf und Michaela Rüther. | © Foto: David Schellenberg

Himmighausen Himmighausen: das beste Dorf im ganzen Land

Wettbewerb: Im Landesausscheid bei "Unser Dorf hat Zukunft" setzt sich die Nieheimer Ortschaft gegen starke Konkurrenz durch. Der Erfolg wird im Dorf groß gefeiert

David Schellenberg

Himmighausen. Der Jubel war groß am Sonntagmittag, als Ortsvorsteher Thomas Müther offiziell die Nachricht von Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser überbrachte: Himmighausen hat auf Landesebene beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" Gold gewonnen. Und nicht nur das: Die kleine Nieheimer Ortschaft wurde von allen fünf Siegern (siehe Kasten) am besten bewertet. "Das ist eine Gemeinschaftsleistung von Jung und Alt in unserem Dorf", unterstrich Müther, der mit einer rund 20-köpfigen Delegation nach Bad Sassendorf gefahren war, wo die Landwirtschaftsministerin die diesjährigen Sieger verkündete. Zuerst seien die Gewinner von Bronze und Silber verkündet worden und die Delegation wurde schon unruhig, weil Himmighausen nicht genannt wurde, berichtet der Ortsvorsteher. »Bitte macht so weiter. Ich glaube, ihr habt eine Chance, Bundesgolddorf zu werden« Als dann fest stand, dass die kleine Ortschaft als bestes Dorf des Landes gekürt wurde, war die Freude groß. Sie verbreitete sich auf den Straßen, noch lange bevor die Delegation wieder in der Heimat ankam. Und weil ausgerechnet gestern der Vorsitzende des Heimatschutzvereins, Alfons Lange, zu seinem 60. Geburtstag eine große Gartenparty veranstaltete, war ein passender Ort zum Feiern auch gleich gefunden. Der Jubilar selbst konnte das Glück kaum fassen. "Silber hätte ich mir vorstellen können und habe es mir auch gewünscht, aber mit Gold hätte ich niemals gerechnet", sagte das Geburtstagskind. Müther erinnerte in seiner kurzen Ansprache an den Gewinn des Wettbewerbs auf Kreisebene, der Voraussetzung für eine Bewerbung auf Landesebene ist. Und an den Besuch der 15-köpfigen Jury. "Das waren Profis, die sich alles ganz genau angeschaut haben", sagte Müther. Bewertet worden sei nicht die Schönheit der Vorgärten, sondern die dörfliche Infrastruktur, die Gemeinschaftsleistungen, die Jugendarbeit und das Vereinsleben. Himmighausen überzeugte die Jury und setzte sich gegen insgesamt 44 weitere Bewerber durch. Müther dankte allen, die an diesem "tollen Erfolg" an ganz verschiedenen Stellen mitgearbeitet haben. In den Jubel stimmte auch der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Goeken ein, der auf eine Stippvisite nach Himmighausen kam. Er sei stolz auf die Menschen und was sie geleistet haben, rief er den Himmighäusern in seiner kurzen Gratulationsansprache zu. Die Gemeinschaft und der Zusammenhalt sei der soziale Klebstoff, der die Menschen hier zusammenhalte - trotz aller Hemmnisse, die Goeken ebenfalls kurz ansprach. Was die Menschen in Himmighausen, aber auch in anderen Dörfern im Kreis Höxter leisten, sei mit Geld nicht zu bezahlen und die Auszeichnung der verdiente Lohn. Zum Schluss äußerte der Unions-Politiker noch einen Wunsch: "Bitte macht so weiter. Ich glaube, ihr habt eine Chance, Bundesgolddorf zu werden", rief er den Himmghäusern unter großem Applaus zu. Zuvor hatte in Bad Sassendorf Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser die am Wettbewerb teilnehmenden Ortschaften gewürdigt: "Der Wettbewerb ist nun fast 60 Jahre alt und ein fester Bestandteil unserer Landeskultur geworden. Er unterstreicht, wie facettenreich unsere ländlichen Räume sind. Der Wettbewerb bringt Leben in die Dörfer, aber vor allem lebt er von den Menschen in den Dörfern", erklärte die Ministerin. Und weiter: "Mich beeindruckt sehr, wie sich die teilnehmenden Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner für ihre Heimat engagieren. Sie zeigen: Unsere ländlichen Räume sind vielfältig, lebenswert und zukunftsfähig. Nur durch Einsatz aktiver Dorfgemeinschaften kann das auch so bleiben", gratulierte die Ministerin. »Unsere ländlichen Räume sind vielfältig, lebenswert und zukunftsfähig « In einer vierwöchigen Reise hat die Jury jedes der 44 Dörfer besucht und sich vor Ort vom Engagement und der Leistung der Bewohnerinnen und Bewohner überzeugt. Neben den Medaillen des Landes wurden 26 Sonderpreise von nordrhein-westfälischen Verbänden und Stiftungen vergeben, unter anderem für ökologische Maßnahmen, soziale und kulturelle Leistungen, unternehmerische Initiativen oder besondere gestalterische Details. Am 10. November findet die offizielle Abschlussveranstaltung in Salzkotten (Kreis Paderborn) statt. Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser wird dann die Medaillen, Urkunden und Preisgelder überreichen. Himmighausen, Louisendorf, Lückert, Schaephuysen und Sögtrop dürfen Nordrhein-Westfalen 2019 beim Bundeswettbewerb vertreten.

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