Milchiger Schleier: Die Emmer wurde auf rund zwei Kilometern Länge verseucht, - © Polizei
Milchiger Schleier: Die Emmer wurde auf rund zwei Kilometern Länge verseucht, | © Polizei

Oeynhausen Emmerverschmutzung: Werte deutlich überschritten

Ergebnisse der Wasseranalysen stehen fest

David Schellenberg

Oeynhausen. Das „faule" Brackwasser, dass die Emmer am Samstag auf einer länge von rund zwei Kilometern verseucht und alle Fische umgebracht hat, hätte wegen überhöhter Werte nicht eingeleitet werden dürfen. Das ist das Ergebnis der Wasserproben der Untere Wasserbehörde des Kreises Höxter. Eine der beiden Proben wurde dort entnommen, wo die Ursache des Eintrags vermutet wird, und eine direkt an der Emmer. Das Ergebnis liegt seit Dienstag vor. „Danach sind einige Parameter, die nach den gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine ordnungsgemäße Einleitung in Fließgewässer gelten, deutlich überschritten", so Fachbereichsleiter Michael Werner. Die Auswertung der Analyseergebnisse der Wasserproben wird für die weiteren Ermittlungen umgehend an die Polizei weitergeleitet. Am Samstagmorgen entdeckte ein Anwohner den erneuten Umweltskandal. Schnell waren Feuerwehr, Polizei und die Untere Wasserbehörde vor Ort. Auch wenn die Löschgruppe Oeynhausen sofort an drei Stellen frisches Wasser in die Emmer leitete – die Fische konnten nicht mehr gerettet werden. Die Polizei verdächtigt einen 47-jährigen Landwirt aus der Ortschaft, für die Einleitung verantwortlich zu sein. In wie weit sich der Landwirt vor Gericht verantworten muss, werden die weiteren Ermittlungen zeigen. Es sind nicht die ersten schweren Verschmutzungen, die Landwirte aus Oeynhausen in der Emmer verursachen.

realisiert durch evolver group