Im Sonnenschein: Monika Eikermann suchte an ihrem Verkaufsstand vor dem Everser Friseursalon, den ihre Tochter betreibt, neue Besitzer für viele kleine, liebevoll gestaltete Engelsfiguren aus dem Erzgebirge. Wer mochte, konnte sich so schon trotz sommerlicher Temperaturen auf den Advent einstimmen - © Madita Schellenberg
Im Sonnenschein: Monika Eikermann suchte an ihrem Verkaufsstand vor dem Everser Friseursalon, den ihre Tochter betreibt, neue Besitzer für viele kleine, liebevoll gestaltete Engelsfiguren aus dem Erzgebirge. Wer mochte, konnte sich so schon trotz sommerlicher Temperaturen auf den Advent einstimmen | © Madita Schellenberg

Eversen Garagenflohmarkt mit Kuriositäten in Eversen

Beim ersten Garagenflohmarkt in Eversen können die Besucher an vielen Verkaufsständen stöbern

Madita Schellenberg

Von Madita Schellenberg Eversen. „Ich habe keine Lust mehr auf das Staubputzen“, sagte Monika Eikermann lachend und zeigte auf viele kleine Weihnachtsengel aus dem Erzgebirge. Knapp 50 kleine Figuren bot sie an ihrem Stand beim ersten Everser Garagenflohmarkt an. Einige mit Instrumenten, andere mit Liedtexten in den Händen. Eikermann erhoffte sich für jeden der liebevoll bemalten Engel neue Besitzer. Ähnlich wie Monika Eikermann, nutzten auch Michaela Breker und Nicole Waldhoff die Premiere des großen Garagenflohmarktes, um liebgewonnene, aber nicht mehr gebrauchte Sachen für einen kleinen Preis zu verkaufen. Schon am Samstagmittag zeigten sich beide Frauen vom bisherigen Verlauf der Veranstaltung mehr als zufrieden. „Karnevalskostüme und Kinderkleidung werden besonders gern gekauft“, erzählten sie im Gespräch mit der NW. Ebenso seien Puppenzubehör, Spiele für die Playstation und Bücher bei den Besuchern des Marktes sehr beliebt. Wer beim Everser Flohmarkt auf eine urige Atmosphäre und tatsächlich geöffnete Garagentore gehofft hatte, konnte unter anderem in der ehemaligen Schmiede stöbern. Eigentlich wird sie seit vielen Jahren von Besitzer Werner Boldewin als private Garage genutzt – am Samstag aber durfte sie Petra Loke als Verkaufsfläche für ihre zahlreichen Jeans und Motorradbekleidung nutzen. Vom Flair der 1900 erbauten Schmiede zeigte sich nicht nur die Nieheimerin selbst, sondern auch viele Gäste begeistert. Viel Lob gab es von den Besuchern auch für die Organisation der Veranstaltung, denn schon im Vorfeld konnten sich interessierte Gäste auf der Homepage des Everser Kultur Clubs einen Lageplan anschauen, wo es im Ort überall etwas zu entdecken gab. Insgesamt gab es mehr als 35 Verkaufsstände. Doch der Garagenflohmarkt, der anlässlich des 775-jährigen Nieheimer Stadtjubiläums organisiert worden ist, bot noch viel mehr als Flohmarkt: Per Shuttleservice mit Pferdekutschen oder dem Feuerwehrauto ließen sich die Gäste auch gern zu den angebotenen Bilderausstellungen, zum sportlichen Parcours des VfL Eversen, zu den Stallbesichtigungen oder zu den Streicheltieren fahren. Am Abend gab es dann noch Livemusik und kühle Getränke zu genießen. „Wir sind extrem zufrieden“, freute sich anschließend Eva Bockelkamp vom Kultur Club über die positive Resonanz der Gäste.

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