Zeit für Zeichen: Mit der von den Bürgern gebildeten 725 weist Merlsheim auf das im kommenden Jahr zu feiernde Dorfjubiläum hin. - © Josef Köhne
Zeit für Zeichen: Mit der von den Bürgern gebildeten 725 weist Merlsheim auf das im kommenden Jahr zu feiernde Dorfjubiläum hin. | © Josef Köhne

Merlsheim Edelstahltafel erinnert an Silbermedaille

Kultur und Heimatpflege: Medaille im Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Der Bürgermeister löst eine verlorene Wette ein

Josef Köhne

Merlsheim. "Unser Dorf hat Zukunft", dürfen die Bewohner des schmucken Amseldorfes zu Recht von sich behaupten, denn zwei Silbermedaillen in den Kreiswettbewerben 2013 und 2014 sowie eine Silbermedaille auf Landesebene im Jahr 2015 bestätigen ihnen, dass sie im Kreis Höxter und im Land NRW eine herausragende Position einnehmen. Damit die mit diesem hart erarbeiteten Sieg verbundene Gemeinschaftsleistung nicht in Vergessenheit gerät, ließen die Protagonisten von Politik und "Merlsheim aktiv" eine ästhetisch gestaltete Edelstahlplatte anfertigen und befestigten sie am Stamm einer etwa 230 Jahre alten Eiche, die dem Sturm zum Opfer gefallen war. Die Arbeiten hierzu wurden in Eigenleistung ausgeführt, den mächtigen Eichenstamm stiftete Larissa von und zur Mühlen. Zur feierlichen Enthüllung konnte Bezirksverwaltungsstellenleiter Swen Horstmann Nieheims "Regierungs-Vize" Dietmar Becker sowie die nahezu gesamte Dorfbevölkerung begrüßen. Den Dank an die Dorfgemeinschaft, vor allem an die Helferinnen und Helfer, brachten Ortsheimatpfleger Gisbert Zünkler und der Vorsitzende des Dorfvereins "Merlsheim aktiv", Herbert Müller, zum Ausdruck. Dass sich die Merlsheimer nicht auf dem gemeinschaftlich errungenen Lorbeer ausruhen wollen, lassen ihre weiteren Aktivitäten erkennen. Nach der Enthüllung der Siegerplakette (das Original soll im Vereinsheim ausgestellt werden) formierten alle Anwesenden für ein Gruppenfoto in der Zahl 725. Der Grund: Im nächsten Jahr feiert Merlsheim sein 725. Gründungsjahr. Und bis dahin soll noch einiges passieren. Gefeiert wurde bei Grillwürstchen und einem 50-Liter-Fass Nieheimer Bürgerbier. Bezahlen musste es Bürgermeister Rainer Vidal, denn er hatte gegen die "Dorfältesten" gewettet, dass beim Besuch der Landesbewertungskommission keine 100 Bürger anwesend sein würden. "Die Wette hat er haushoch verloren", freute sich Bezirksverwaltungsstellenleiter Horstmann und trank auf das Wohl des urlaubenden Verwaltungschefs. Dass die Merlsheimer auch in sozialen Dingen eine starke Gemeinschaft bilden, zeigte sich an einer Sammlung, die während des Dorffestes durchgeführt wurde. Da Wurst und Bier kostenlos ausgeschenkt wurden, baten Swen Horstmann, Gisbert Zünkler und Herbert Müller um eine Spende für den an Leukämie erkrankten 18-jährigen Paul.

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