Die Bekanntmachung: Mit historischem Schellenschlag verkündete Ortsheimatpfleger im Unruhestand Karl Tilly das Festprogramm zur Brückenweihe. - © Fotos: Josef Köhne
Die Bekanntmachung: Mit historischem Schellenschlag verkündete Ortsheimatpfleger im Unruhestand Karl Tilly das Festprogramm zur Brückenweihe. | © Fotos: Josef Köhne

Himmighausen Neue Brücke zum 1.000-jährigen Jubiläum

Volksfeststimmung bei der Einweihung von Fischbachbrücke und Wanderweg

Himmighausen. Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei: Was Hermann Adam von Kamp im Frühlingsgedicht besingt, trifft auch für das 1.000-jährige Himmighausen zu. Dort weihte die Dorfbevölkerung eine mit enormer Eigenleistung und spürbarer Liebe zur Heimat gebaute Brücke über den Fischbach sowie eine neu gestaltete fußläufige Verbindung zwischen den Ortsteilen Himmighausen und Himmighausen Bahnhof ein. Der Bescheidenheit des Dorfes angemessen gab es ein Team von Freiwilligen, das aus kopfgesteuerten Praktikern, Materialjongleuren, bescheidenen Fleißarbeitern und gern in Gesellschaft arbeitenden Handanlegern bestand, berichtete Jubiläumsausschussmitglied Ernst-Heinrich Uber während des Festaktes an der "Nonenstelle". Dabei vergaß er nicht die Erwähnung derjenigen, "die ideologisch das Vorhaben preisen und von großem Unterhaltungswert sind". Die bisher aus Anlass des Jubiläums erfolgten umfangreichen und nachhaltigen Aktivitäten stellten "Ausscheller" Karl Tilly sowie die Mitglieder des Jubiläumsausschusses Lena Günter, Patrick Busse und Michael Rolf vor. Gottes Segen für das neue Bauwerk und "den die Orte und Menschen verbindenden Weg" erbaten Pfarrer Martin Herrmann und Pastor Hubert Maziol. Nach der von ihnen vollzogenen Weihe gaben die Brückenbauer Hermann-Josef Rüther und Johannes Hoffmann mit zwei geübten Scherenschnitten die Brücke für die Öffentlichkeit frei. Das Band vor dem Wanderweg zerschnitten die drei Rottmeister des Heimatschützenvereins Andreas Rolf, Andreas Weberbarthold und Albert Brandt. Mit ihren Abteilungen hatten sie sich bereit erklärt, die Arbeiten vorzubereiten und durchzuführen. Ihnen, sowie allen Helfern und Sponsoren, dankte Ernst-Heinrich Uber im Namen des Jubiläumsausschusses sowie der gesamten Dorfbevölkerung. Ein herzliches Dankeschön richtete Uber an die das Zeremoniell begleitende Band "Land am Rand". Sie trug zum ersten Mal das von ihrem Gitarristen Burkhard Battran komponierte Jubiläumslied "Himmighausen tut gut" vor und erntete für die in Verse gefasste Hommage an das "schöne Dorf im Emmertal" und die "Perle im grünen Eggewald" anhaltenden Beifall. Dem ansprechenden Festakt im Grünen folgte eine gemeinsame Wanderung über den neu geschaffenen Weg zur djo- Bildungsstätte in Himmighausen Bahnhof. Dort wurden die Festteilnehmer vom Vorsitzenden des Landesverbandes NRW der Deutschen Jugend in Europa (djo) Christian Gradt, dem Vorsitzenden des Fördervereins Gesamtdeutsche Bildungsstätte Himmighausen Heinz Vathauer und Bürgermeister Rainer Vidal begrüßt. Übereinstimmend würdigten sie in ihren Redebeiträgen die von den Protagonisten des Brückenbaus geplante und von der Bürgerschaft verwirklichte Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen. Was sich soeben in Himmighausen real abspiele, sei beispielhaft auf die djo übertragbar, erklärte Christian Gradt. "Wir wollen und wir bauen Brücken in Himmighausen und in Europa", so Gradt. Für Heinz Vathauer rücken die Bewohner Himmighausens noch ein Stück näher an die soeben mit 560.000 Euro sanierte Bildungsstätte heran. Bürgermeister Vidal hob vor allem das beispielhafte bürgerschaftliche Engagement hervor, ohne dass die verbindende Brücke und der Wanderweg nicht entstanden wären. Nach dem offiziellen Akt waren alle Anwesenden vom Förderverein der djo- Bildungsstätte zu einem gemütlichen "Beieinander und Miteinander" mit Imbiss und "Querbeet-Orchester" eingeladen.

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