Packen an: Dietmar Höppner (l.) und Josef Ahlemeyer - zugleich Elektrikermeister - arbeiten an der neuen Elektroverteilung. - © David Schellenberg
Packen an: Dietmar Höppner (l.) und Josef Ahlemeyer - zugleich Elektrikermeister - arbeiten an der neuen Elektroverteilung. | © David Schellenberg

Marienmünster Viele Neuerungen in der Grundschule Vörden

Grundschule: Beleuchtung in Mariemünster wurde auf LED-Technik umgestellt. Die kann aber noch viel mehr als nur Energie sparen

David Schellenberg

Vörden/Marienmünster. Stück für Stück wird die Grundschule Marienmünster jedes Jahr ein bisschen moderner. Auch in diesem Sommer gab es zahlreiche Erneuerungen. Und weil Schulhausmeister Dietmar Höppner und Josef Ahlemeyer vom Bauamt selbst viele Arbeiten übernahmen, hat die Kommune kräftig gespart. LED-TECHNIK In den Ferien konnte die seit 2016 laufende Umstellung des Lichts auf LED-Technik in den Klassenräumen, dem Flur und Ergänzungsräumen abgeschlossen werden. Wie der städtische Hochbauingenieur Matthias Peitsch berichtet, würden damit rund 77 Prozent Energie eingespart - entsprechend sinken auch die Stromkosten. Mehr noch: "Auf 20 Jahre gerechnet sparen wir damit auch 108 Tonnen Kohlenstoffdioxid", rechnet Peitsch vor. Anders als die bisherigen Neonröhren halte die Technik laut Herstellerangaben deutlich länger, was zusätzlich den Wartungsaufwand verringert. Schulleiter Nicolay Loges freut sich über die Erneuerung. Nicht nur, weil die vielen kleinen LED-Lämpchen ein deutlich angenehmeres Licht abgeben. Es wurde zudem sogenannte LDR-Technik (Light Dependent Resistor) eingebaut. Die lichtempfindlichen Fotowiderstände steuern die Lampen abhängig vom Tageslicht. Und zwar in jedem Raum in mehreren Bereichen. Das heißt, dass an der hellen Fensterfront die Lampen fast aus sind, während sie an der Wandseite stark leuchten. "So haben wir in den Räumen eine gleichmäßige Lichtverteilung", freut sich Loges. Außerdem wurden Bewegungsmelder eingebaut, so dass niemand mehr vergessen kann, das Licht auszuschalten. Für die Umrüstung waren nach Angaben von Matthias Peitsch Kosten in Höhe von 38.000 Euro geplant. Es wurden aber nur 23.000 Euro, weil Dietmar Höppner und Josef Ahlemeyer, der zugleich Elektrikermeister ist, den kompletten fachmännischen Einbau selbst übernahmen. Zudem gab es für das Projekt eine Förderung durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums in Höhe von 9.000 Euro. Perspektivisch soll auch die Aula die neue Technik erhalten. VERSCHATTUNGSANLAGE Durch dieselbe Klimaschutzinitiative wurde auch die Verschattungsanlage an der Südseite des Gebäudes gefördert - mit 10.000 Euro. Der Einbau war bereits 2016 notwendig, weil sich die Räume im Sommer stark aufheizten. Anders als bei Jalousien können die Kinder bei dieser Verschattung - die einem dicken Fliegengitter gleicht - aber nach draußen sehen. Von außen sei sie allerdings sehr unauffällig, so Peitsch. Bei starkem Wind - ab Windstärke sechs - fährt sie automatisch ein. Die Gesamtkosten für die Anlage betrugen 25.000 Euro. KLEINERE PROJEKTE Wenn die Grundschüler nächsten Mittwoch zurückkehren, werden sie zudem viele weitere Veränderungen sehen. So wurde neues Mobiliar für einige Räume wie den Inklusionsbereich und die Matheförderung angeschafft. Auch ein neuer Unterrichtsraum wurde eingerichtet, weshalb die Schülerbibliothek etwas verkleinert werden musste. Für die Aula gibt es ebenfalls neues Mobiliar und einige Stellwände. "Wir werden die Aula während der Bauphase auch als Lernort mitnutzen", kündigte Loges an. Zudem haben Josef Ahlemeyer und Dietmar Höppner die IT-Struktur neu aufgestellt, weil der bisherige Anschluss am abgerissenen Gebäude war. Einen neuen Server gibt es auch. "Dann erhält jeder Schüler seinen eigenen Account", kündigte Loges an. Nun hoffen er und die Stadtverwaltung auf Anschluss an ein schnelles Glasfaserkabel. Schließlich arbeiteten die beiden Handwerker Dietmar Höppner und Josef Ahlemeyer gestern auch noch an einer neuen Elektroverteilung im Treppenflur. Die muss feuerhemmend ausgebaut sein, denn der Treppenflur wird künftig als weiterer Eingang und Fluchtweg genutzt, weil der bisherige Zugang spätestens mit dem Beginn des Neubaus im kommenden Jahr geschlossen werden muss. So lange gibt es einen Bauzaun.

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