Hoch sollen sie leben: Die Königspaare aus dem gesamten Stadtgebiet von Marienmünster feierten das Stadtschützenfest in Hohehaus. - © Jonas Gröne
Hoch sollen sie leben: Die Königspaare aus dem gesamten Stadtgebiet von Marienmünster feierten das Stadtschützenfest in Hohehaus. | © Jonas Gröne

Marienmünster Hohehaus strahlt fürs Stadtschützenfest Marienmünster

Tradition: Prächtiges Sommerwetter bei Festparade am Sonntagnachmittag. Elf Schützenvereine nehmen erstmals am großen Umzug durch den kleinen Ort teil

Jonas Gröne

Hohehaus. So groß war der Festumzug in Hohehaus noch nie: Als erstmaliger Stadtschützenfest-Ausrichter krönte die St.-Michael-Schützenbruderschaft Hohehaus ihr Schützenfest mit einem prächtigen Festumzug, an dem elf Vereine mit ihren Königspaaren und Hofstaaten aus Marienmünster teilnahmen. Die Nachbarn aus ganz Marienmünster waren zu diesem Schützenfest geladen. Dass das Stadtschützenfest eine Nummer größer ausfallen würde, spürte der Hohehäuser Vorstand bereits in der Vorbereitung: „Wir haben uns gefragt: Ist das Dorf eigentlich lang genug für so einen Umzug?", fragte Schützenoberst Christoph Seck in seiner Ansprache. Doch tatkräftig und engagiert packten die Hohehäuser diese Mammutaufgabe an und krönten ihr dreitägiges Fest am Sonntag mit der Festtagsparade in strahlendem Sonnenschein. Ebenso prächtig präsentierten sich die amtierenden Majestäten der umliegenden Schützenvereine, bei deren Anblick Oberst Seck sich bestätigt sah: „Für mich hat sich dieses Fest jetzt schon gelohnt", freute er sich. Dass sich die Arbeit und der Aufwand für so ein Fest lohne, sagte auch die stellvertretende Bürgermeisterin Bernadette Niemeier. In ihrer Festansprache wies sie auf die besonderen Momente hin, die mit einem Schützenfest einhergingen: „Tradition heißt nicht, Asche zu verwahren, sondern Glut am Glühen zu halten. Das Fest muss gelebt werden – und hier wird es das", sagte Niemeier. Und von der Stimmung her könne das Schützenfest schließlich auch mit dem Ballermann mithalten. Aber: „Was willste denn am Ballermann? Im Hochstift biste besser dran", zitierte Niemeier das Hochstiftlied von Florian Timm. Von den Gästen am Straßenrand umjubelt und beklatscht Zum traditionellen Vorbeimarsch wurden die Königspaare und Hofstaat eifrig von den Gästen am Straßenrand umjubelt und beklatscht. In diesem Jahr regieren Martin Schrader und Anja Schrader-Turk mit ihrem Hofstaat Bernd und Sandra Herwing sowie Josef und Margaretha Schwarze. Auch das Königspaar grübelte im Vorhinein um die Größe des Umzugs: „Der Umzug ist lang, aber die Straße kurz. Das war mehr Arbeit in diesem Jahr für den Vorstand, aber sie haben sehr gute Arbeit gemacht", sagte die Königin Anja Schrader-Turk. Musikalisch begleitetet wurde die Festtagsparade traditionell von den Musikvereinen aus Fürstenau und Pömbsen. In diesem Jahr unterstützte auch die Blaskapelle Brenkhausen das Hohehäuser Schützenfest. Im Umzug marschierten die Schützenvereine aus Altenbergen, Bremerberg, Eilversen, Löwendorf, Born-Münsterbrock, Bredenborn, Großenbreden-Kleinenbreden, Kollerbeck, Papenhöfen und Vörden mit. Die Musik wurde am Sonntagabend mit der Band „Nightshift" auf 18 Uhr gelegt: „Damit unsere Nachbarn noch ein wenig tanzen können", meinte Oberst Seck. Bei angenehmen Sommertemperaturen und bester Stimmung ließen die Hohehäuser das Stadtschützenfest am Abend im Festzelt mit ihren Nachbarn ausklingen.

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