Muss weichen: Das alte Vördener Grundschulgebäude aus dem Jahr 1960 wird seit Montag abgerissen. Dafür wird ein neues Gebäude errichtet. - © Inge Stegnjajic
Muss weichen: Das alte Vördener Grundschulgebäude aus dem Jahr 1960 wird seit Montag abgerissen. Dafür wird ein neues Gebäude errichtet. | © Inge Stegnjajic

Vörden Abbruchbagger reißt die alte Vördener Schule ein

Neues Schulgebäude wird gebaut

Mathias Brüggemann

Vörden. Mit dem Abriss des Grundschulgebäudes in Vörden ist am Montag begonnen worden. Die Abbrucharbeiten sollen in rund zwei Wochen beendet sein, teilte Bauamtsleiter Stefan Niemann auf Anfrage von nw.de mit. Wie berichtet, will die Stadt Marienmünster an gleicher Stelle ein neues Schulgebäude für die rund 170 Grundschüler errichten. Der bisherige Schulbau aus dem Jahr 1960 war stark sanierungsbedürftig gewesen. „Das Dach hätte erneuert werden müssen, die Kellerräume waren feucht und eine umfangreiche Dämmung wäre erforderlich gewesen, um auf einen vernünftigen energetischen Stand zu kommen", sagte Niemann. Abriss und Neubau günstiger als Sanierung des alten Schulgebäudes „Irgendwann", so der Bauamtsleiter, „stellte sich dann die Frage: Ist ein Abriss und Neubau nicht günstiger als eine Sanierung?" Nachdem auch ein in Auftrag gegebenes Gutachten einen Neubau für die wirtschaftlichere Lösung hielt, sprach sich im Sommer vergangenen Jahres der Rat der Stadt Marienmünster einstimmig für einen Neubau aus. Nach einem Architektenwettbewerb wurde im Februar der Auftrag an die Architekten Denis Andernach und Nicolas Bahnemann aus Kaiserslautern vergeben. Bei den Kosten will die Stadt noch keine konkreten Summen nennen. Es gebe bislang nur grobe Schätzungen, sagte Niemann. Die Kosten dürften aber deutlich über den ursprünglich geschätzten 1,1 Millionen Euro liegen. Unterricht in ehemaliger Hauptschule und in Containern Während der Bauphase werden die Kinder im ehemaligen Hauptschulgebäude und in angemieteten Containern unterrichtet. Im oberen Stockwerk des komplett barrierefreien Neubaus sollen die Klassenräume mit einer Lernlandschaft für die Schüler, wo selbstorganisiertes Lernen möglich ist, errichtet werden. Im Erdgeschoss sind die Mensa sowie Bereiche für die Lehrer vorgesehen. Die Klassenräume sind vom Schulhof weggedreht, so dass kein Schulhoflärm hinauf dringen kann. Durch große Öffnungen in den Räumen soll nach den Plänen der Architekten eine angenehme, helle Lernatmosphäre geschaffen werden. Geplant ist, dass der Bau bis August nächsten Jahres steht. „Das bleibt unser Ziel. Möglicherweise werden wir aber diesen Zeitrahmen nicht einhalten können", räumte Niemann ein.

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