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ABA Lagerbunker für Sprengstoff. - © Josef Köhne
ABA Lagerbunker für Sprengstoff. | © Josef Köhne

Altenbergen Feuerwerkshersteller beendet Produktion

Betrieb bei ABA Altenbergen wird im Februar eingestellt

David Schellenberg
14.08.2015 | Stand 14.08.2015, 18:45 Uhr

Altenbergen. Der Feuerwerksproduzent ABA beendet seine Produktion. Das gab Geschäftsführer Markus Pfleghardt am Freitagvormittag auf einer Betriebsversammlung der Belegschaft bekannt. Demnach sei die Produktion unwirtschaftlich geworden. Nur der Vertrieb bleibt. Produziert werden bei ABA pyrotechnische Erzeugnisse vom Großfeuerwerk bis hin zu den in der Schifffahrt und der Bergrettung eingesetzten Leuchtpatronen. Dabei setzte das Unternehmen immer auf hochwertige Produkte. „Silvestersortimente“ bei den Discountern stammten nicht aus der ABA Produktion. Wie das Unternehmen mitteilte, wird die Fertigung von pyrotechnischer Munition zum 29. Februar 2016 eingestellt. Die Entscheidung sei sehr hart und er bedauere den Schritt außerordentlich, sah aber aus betriebswirtschaftlicher Sicht keine andere Möglichkeit mehr, erklärte Pfleghardt in einer schriftlichen Mitteilung. Als Hauptgrund nannte er die anhaltend schlechte Auftragslage der letzten Jahre. In den vergangenen Monaten habe sich zudem, angesichts eines hohen Preisdrucks im Markt, die Auftragssituation zunehmend weiter verschlechtert. Das Unternehmen ABA Pyrotechnik wurde 1975 gegründet und produziert eine breite Palette an pyrotechnischen Erzeugnissen, von der Leuchtkugel bis hin zum Großfeuerwerk. Hinter dem Label ABA verbergen sich der Name des Firmengründers August Bräkling und der Firmenstandort Altenbergen. Das Betriebsgelände befindet sich in einem ehemaligen Steinbruch und erinnert an einen Hochsicherheitstrakt. 2006 übernahm Markus Pfleghardt die Firma und investierte nach eigenen Angaben mehr als 100.000 Euro in präventive Arbeitssicherheit und ergonomisch Arbeitsplätze. Einen weiteren Schritt in Richtung Sicherheit unternahm die Firma 2007 mit dem Kauf des ehemaligen Munitionsdepots der Bundeswehr bei Bredenborn. Hier lagert in 25 mehrfach gesicherten Bunkern, vor Nässe und Hitze geschützt, die Pyrotechnik.

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