POLLE Brücke zur Vergangenheit

Jo Sommer stellt in Polle aus

Der Weltmeister im Didgeridoospiel, Jo Sommer. - © FOTOS: HAUS DES GASTES
Der Weltmeister im Didgeridoospiel, Jo Sommer. | © FOTOS: HAUS DES GASTES

Polle (nw). Australische Kunst ist im Haus des Gastes in Polle ist am Sonntag, 15. April, um 11 Uhr bei der Vernissage hautnah zu erleben. Der Künstler Jo Sommer – Weltmeister im Didgeridoospiel – zeigt seine Werke und wird das Instrument vorführen.

Jochen Sommer wurde 1957 in Bochum geboren, studierte ab 1979 Psychologie, Soziologie und Philosophie an der Ruhruniversität Bochum, ab 1984 Jura und Politikwissenschaften in Bayern an der Julius-Maximilian Universität Würzburg und später an der Johann-Wolfgang Goethe Universität Frankfurt. In Würzburg eröffnete er neben seinem Doppelstudium einen Montmartre-Markt und arbeitete erfolgreich in Gemeinschaft mit diversen Künstlern sowie Stadt und Land an einem Projekt für hungernde Kinder. Seid 1995 wohnt er im Haus seiner Vorfahren in Katzhütte im thüringischen Bergland. Sein Name und seine Aktivitäten sind 2000 während der Olympischen Spiele in Australien weltweit bekannt geworden.

Durch sein zurückgezogenes Leben in der Stille der Berge fand er zur Malerei, einer ganz besondere Art der Malerei. Als ernannter Botschafter und Bruder der Aborigines vom Larrakiastamm im Norden Australiens durfte er eine Zeit in ihrer Gemeinschaft leben.

Kunst ist aus der Welt der Aborigines nicht wegzudenken. Sie ist die Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit, den lebenden Menschen und den Vorfahren. Dadurch gibt sie den Menschen und Gruppen ihre friedvolle, harmonische, ureigene Identität. Mit der Musik auf dem Didgeridoo, das aus einem von Termiten ausgehöhlten Stamm lokaler Eukalyptusarten gefertigt wird, können sie die Seele und darüber auch den Körper heilen. Die Bilder von Jo Sommer, alle auf Leinwand gemalt, haben dann auch entsprechende Namen wie: der Krähenmann und seine sieben Schwestern (Plejaden), Delfinglück, Schlangendunkel, Mimi Geister, Feuervogel und vieles mehr.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Mai jeweils Montag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 12.30 sowie Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 und Samstag von 10 bis 12 Uhr zu sehen.

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