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Höxter Wettstreit mit Worten

Höxter gewinnt die erste Runde im Poetry-Battle gegen Nieheim

28.10.2013 | Stand 28.10.2013, 15:01 Uhr
Paula Schiedel, Jessica Kreuzer, Maximillian Jacobs und Jeanette Tesche (v. l.) gewinnen die erste Runde im Poetry-Slam. - © FOTOS: BURKHARD BATTRAN
Paula Schiedel, Jessica Kreuzer, Maximillian Jacobs und Jeanette Tesche (v. l.) gewinnen die erste Runde im Poetry-Slam. | © FOTOS: BURKHARD BATTRAN

Höxter. Es blieb spannend bis zum Schluss. Erst mit dem letzten Text fiel die Entscheidung. Mit 3,5 zu 2,5 Punkten gewann das Team Höxter am Samstagabend die erste Runde im Poetry-Städte-Slam gegen Nieheim.

Rund 50 Zuhörer waren im Höxteraner Juzi-Jugentreff dabei, als die beiden Städte-Teams zum ersten City-Battle gegeneinander antraten. "Wer gewinnt, das ist gar nicht wichtig. Es geht einfach nur darum, die Sache ein bisschen spannender zu machen - und dass sich die Poetry-Slammer aus den verschiedenen Städten untereinander besser kennenlernen", erklärte Organisator Sascha Kamp vom Höxteraner Freizeit- und Kulturverein.

Beide Teams bestanden aus vier Poeten. Dass es auf beiden Seiten drei Mädchen und ein Junge waren, ist Zufall. Für Höxter sind Paula Schiedel (16), Jessica Kreuzer (18), Maximillian Jacobs (16) und Jeanette Tesche (16) ins Rennen gegangen. Auf Nieheimer Seite waren Pia Maletzki (15), Selcan Senel (16), Lisa Happe (15) und Timo Schultz (16) am Start.

Pia Maletzki, Selcan Senel, Lisa Happe und Timo Schultz (v. l.) unterliegen nur knapp.
Pia Maletzki, Selcan Senel, Lisa Happe und Timo Schultz (v. l.) unterliegen nur knapp.

"Der Wettkampf-Modus ist ganz einfach: Es treten immer zwei Poeten gegeneinander an. Direkt nach dem Vortag vergibt die Publikumsjury Punkte. Wer gewinnt, holt einen Städtepunkt für sein Team", erläuterte Wettkampfleiter Karsten Strack (44), Profi-Slammer aus Paderborn. Für ein Poetry-Slam gelten vier feste Regeln: Es dürfen nur selbst geschriebene Texte vorgetragen werden. Man darf sich nicht kostümieren, sondern muss in authentischen Klamotten auf die Bühne gehen. Es darf nicht gesungen werden, und es gibt eine Zeitvorgabe. Die betrug in Höxter sechs Minuten, was für alle Poeten ausreichend war.

Im ersten von insgesamt fünf Battles holte Paula Schiedel aus Höxter mit einem autobiografischen Text den ersten Höxteraner Städtepunkt gegen Lisa Happe aus Nieheim, die mit einer Geschichte "zum Wachrütteln" angetreten war. Die zweite Runde ging unentschieden aus. Im dritten und vierten Durchgang holte sich zweimal Nieheim den Städtepunkt und ging mit 2,5 zu 1,5 Punkten in Führung. Insbesondere die Nieheimer Deutschtürkin Selcan Senel hatte mit ihrem Text über gegenwärtige Jugendkultur und Begriffe wie Yolo und Swag das Publikum auf ihrer Seite. Gerade bei den jugendlichen Besuchern von Poetry-Slams kommen stets Texte gut an, die die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen widerspiegeln. Das war auch in Höxter so. Und wenn sich die Sätze dann auch noch reimen, umso besser.

Genau das hat Jessica Kreuzer aus Höxter in der Joker-runde gemacht. Nachdem alle vier Mitglieder aus beiden Teams ihren Auftritt hatten, konnte in der letzten Runde jedes Team einen Poeten für einen zweiten Text bestimmen. Dabei gab es für den Sieger zwei Städtepunkte. Jessica überzeugte in der Schlussrunde das Publikum mit ihrem gereimten Text über ein Rauscherlebnis. "Ich habe Beine wie Blei und Muskeln aus Brei."

"Insgesamt haben die Poeten an diesem Abend eine sehr große Bandbreite ganz verschiedener Textarten präsentiert, was den Wettbewerb wirklich sehr abwechslungsreich gemacht hat", zog Organisator Sascha Kamp ein auch inhaltlich positives Fazit des Abends.

Voraussichtlich im Februar oder März soll es in Nieheim zum Finale im Städte-Battle kommen, gab Organisator Sascha Kamp bekannt.

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