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Die Jobcenter-Mitarbeiter Tanja Hartmann (stellvertretende Geschäftsführerin), Martin Schoppmeier (Geschäftsführer) und Britta Bohr (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt) stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. - © FOTO: FELIX EISELE
Die Jobcenter-Mitarbeiter Tanja Hartmann (stellvertretende Geschäftsführerin), Martin Schoppmeier (Geschäftsführer) und Britta Bohr (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt) stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. | © FOTO: FELIX EISELE
Kreis Höxter

Wiedereinstieg leicht gemacht

Das Jobcenter hilft Müttern und Vätern bei der Rückkehr ins Erwerbsleben

VON FELIX EISELE
07.12.2012 | Stand 06.12.2012, 19:20 Uhr

Kreis Höxter. Was die Begriffe Elternzeit und Fachkräftebedarf miteinander zu tun haben? Eine ganze Menge, weiß Martin Schoppmeier vom Jobcenter Kreis Höxter. Schließlich bedeuten Berufsrückkehrer enormes Potenzial für die Wirtschaft. Auch deshalb hält seine Behörde viele Hilfestellungen für den beruflichen Wiedereinstieg bereit.

Die gängigen Fragen kennt der Geschäftsführer genau. Regelmäßig, so sagt er, melden sich Mütter im Jobcenter und wollen sich zu ihrer Rückkehr ins Erwerbsleben beraten lassen. "Fragen, wie etwa ,Was ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt?‘ oder ,Wie kann ich meine Kenntnisse auffrischen?‘ stehen dabei im Vordergrund", berichtet Schoppmeier.

Als Partner stehen er und sein Team den Ratsuchenden zur Verfügung. Insbesondere Mütter in Elternzeit werden dabei von drei Arbeitsvermittlerinnen im Jobcenter betreut und mit wertvollen Tipps versorgt. "Vielen Frauen ist zum Beispiel nicht bewusst, dass auch in der Elternzeit erworbene Fähigkeiten, wie etwa Organisationsgeschick und Zeitmanagement, für Arbeitgeber sehr interessant sein können", sagt Tanja Hartmann, stellvertretende Geschäftsführerin im Jobcenter Kreis Höxter.

In Beratungsgesprächen, zu denen die Behörde alle Erziehenden regelmäßig einlädt, werden derlei Dinge besprochen. Auch eine Aufklärung über unterstützende Leistungen findet dort statt, ebenso wie Beratung in Sachen Qualifizierungsmaßnahmen, Erwerb eines beruflichen Abschlusses und Anmeldung des Kindes im Kindergarten.

Britta Bohr, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, bietet seit diesem Jahr auch Workshops und Informationsveranstaltungen an. Das Erstellen von Bewerbungen und die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche wird hier trainiert. "Dabei tauschen sich die Frauen auch oft untereinander aus und profitieren so von den Erfahrungen anderer", zieht Bohr ein positives Fazit ihrer kostenfreien Workshops.

Wichtiger wird das Thema angesichts des demografischen Wandels ohnehin, prophezeit Martin Schoppmeier: "An einem schnellen Wiedereinstieg werden Arbeitgeber immer größeres Interesse haben."

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