0
Die Bredenschüler zusammen auf dem Petersplatz in Rom. - © FOTO: NW/DANIEL OHLHOFF
Die Bredenschüler zusammen auf dem Petersplatz in Rom. | © FOTO: NW/DANIEL OHLHOFF

BRAKEL "So eine Fahrt stärkt die Gemeinschaft"

INTERVIEW: Organisator Matthias Koch zieht Bilanz der ersten großen Breden-Schulfahrt

29.09.2012

Brakel. Erstmals haben die Brakeler Bredenschulen, bestehend aus Gymnasium, Realschule und Berufskolleg eine gemeinsame Schulfahrt unternommen. Gestern Morgen sind alle 1.500 Teilnehmer wohlbehalten wieder in Brakel angekommen. NW-Mitarbeiter und Brede-Gymnasiast Sebastian Beug zog mit dem stellvertretenden Schulleiter des Brede-Gymnasiums, Matthias Koch, eine Bilanz.

Herr Koch, als Organisator haben Sie über zwei Jahre lang diese Schulen übergreifende Fahrt geplant. Wie fühlen Sie sich nach zwei Tagen Busfahrt und fünf Tagen in Rom?
MATTHIAS KOCH: Ich fühle mich glücklich und zufrieden, dass alle heil zurück sind. Die ersten Eltern haben sich bereits gemeldet und sich bedankt.

Bei der Verantwortung für 1.500 Schüler, konnten Sie da eigentlich ruhig schlafen?
KOCH: Nachts konnte ich schlafen, aber angespannter als sonst, da einen ja auch Probleme und nicht nur gute Nachrichten erreichen. Ich wusste aber, dass ich ein tolles Kollegium an der Seite habe, auf das ich mich voll und ganz verlassen kann. Viele Kolleginnen und Kollegen haben sich auch schon auf früheren Klassenfahrten bewährt. Ein großes Lob muss ich auch den Eltern aussprechen, die die Fahrt begleitet haben und sich ganz besonders bei der Betreuung der jüngsten Schüler sehr gut eingebracht haben.

Wie hat sich die gemeinsame Fahrt auf die Schülerschaft ausgewirkt?
KOCH: Man lernt sich als Schüler und als Lehrer auch von einer anderen Seite kennen. Einige Kollegen werden sich jetzt anders begegnen, denn sie wissen, sie sind ein gutes Team.

Was war ihr persönliches Highlight in Rom?
KOCH: Mich hat bei der Papstaudienz und dem Gottesdienst beeindruckt, wie sich die Schülerinnen und Schüler haben begeistern und ergreifen lassen. Als unser Banner auf den Bildschirmen dem Petersplatz gezeigt wurde, fingen sie an zu klatschen. Schüler haben mir gesagt, das ging unter die Haut. Von dieser Reaktion bin ich positiv überrascht.

Welche Rolle hat die Schüler- Expertengruppe bei der Romfahrt gespielt? Wie hat sie ihre Arbeit umgesetzt?
KOCH: Die Gruppe hat hervorragende Kritiken bekommen. Die Vorbereitungsfahrt im April war eine runde Sache. Die Vorträge wurden sehr gelobt.

Fallen ihnen Gründe ein, warum
Sie so eine Schulfahrt weiter empfehlen können?
KOCH: Rom ist ein tolles Ziel, das muss man einfach sagen. Das Gefühl, mit der ganzen Schule auf dem Petersplatz zu stehen, kann man nicht mit einer Kursfahrt vergleichen. So eine Schulfahrt stärkt die Gemeinschaft. Das haben wir besonders in der Nacht nach dem versuchten Übergriff auf eine unserer Schülerinnen festgestellt. Viele Schülerinnen und Schüler spendeten Trost und ließen sich für eine Nachtwache aufstellen.

Was ist Ihre Erfahrung, was könnte man im Falle einer Wiederholung beim nächsten Mal besser machen?
KOCH: Anstatt zu einer zweiten, großen Infoveranstaltung zu laden, hätte ein kleines Team der Schule und des Reiseveranstalters Einzelheiten der Fahrt durchgehen können. Beispielsweise hätten wir im Camp eine Tafel einrichten können, auf der Ankündigungen bekannt gegeben werden.

Fahren Sie erneut nach Rom?
KOCH: Das kann ich nicht alleine entscheiden. Da zeige ich in keiner Weise in eine Richtung. Ein Meinungsbild kann ja jetzt erst entstehen. Montag geht die Schule wieder los. Alles geht seinen Gang. Ob wir noch einmal fahren, entscheiden wir dann, wenn es soweit ist. Ich hätte nichts dagegen und fände es schön, wenn jeder Schüler einmal an so einem Erlebnis teilhaben könnte.