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KREIS HÖXTER/ENTRUP Das Turmdach schwebt ein

Die "Erlesene Natur" im Nieheimer Raum vom Aussichts- und Telegrafenturm betrachten

VON JOSEF KÖHNE
25.04.2012 | Stand 24.04.2012, 20:02 Uhr
An schweren Gurten und Ketten hängend schwebt das Dach ein. - © FOTO: JOSEF KÖHNE
An schweren Gurten und Ketten hängend schwebt das Dach ein. | © FOTO: JOSEF KÖHNE

Kreis Höxter/Entrup. Der Aussichts- und Telegrafenturm auf dem 231 Meter hohen Lattberg steht. Ein mächtiger Autokran hob jetzt das neun Meter hohe und 18 Tonnen schwere Mittelteil an und setzte es ganz sanft auf das im Boden verankerte, ebenfalls neun Meter hohe Unterteil. Wenig später wurde das sechs Meter hohe und 5,6 Tonnen schwere Dachmodul schließlich aufgesetzt.

Von den umstehenden Zuschauern wurde vor allem die Leistung der Bauhandwerker gelobt, die mit ihrem Chef Burkhard Weber aus Gehrden Millimeterarbeit geleistet hatten. "Es passt alles prima zusammen", stellten die aufmerksamen Beobachter fest und zückten ihre Kameras für das bald einmal historische Erinnerungsfoto. Gebaut wird der Aussichts- und Telegrafenturm im Rahmen des Kreisprojekts "Erlesene Natur." Er ist Teil eines Naturwanderweges von Steinheim über Nieheim nach Entrup und führt vorbei an den Nieheimer Tongruben und den Nieheimer Flechthecken.

Information

Im Revier der Nachtigall

Im Frühjahr bieten Nachtigallen eine überragende Klangkulisse: Sie singen, um ihr Revier und ihr Weibchen zu verteidigen.

In der "Erlesenen Natur" im Naturschutzgebiet "Nieheimer Tongruben" und den umliegenden typischen "Nieheimer Flechthecken" gibt es eine Vielzahl von heimischen Singvögeln, die die Menschen mit ihrem Gesang erfreuen.

Bei einer rund zweistündigen Exkursion in die Abenddämmerung hinein mit dem Naturführer David Singer gibt es viele verschiedene Singvogelarten, wie zum Beispiel die Nachtigall, zu hören.

Treffpunkt ist am Freitag, 27. April, um 19 Uhr an der "Ziegelei Rath" in Nieheim.

Der Teilnehmerbeitrag beträgt drei Euro, Kinder und Jugendliche kostenfrei.

Wer teilnehmen möchte, möge sich bitte anmelden unter Tel. (0 52 72) 35 50 03 oder d.singer@naturparkfuehrer.org.

Falls vorhanden bitte Fernglas mitbringen.(nw)

Für die Anhänger der preußischen Telegrafie ist der Weg vom Telegrafenberg bei Oeynhausen zum Lattberg bei Entrup und weiter zum Hungerberg interessant. Denn die mit drei Stationen bestückte Strecke stellt bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal dar.

Der optische Telegraf für die Station 31 in Entrup wird schon in Kürze von der Firma Habke aufgesetzt. Ab diesem Tag können dann Signale zu den Stationen 30 (Vörden) und 32 (Oeynhausen) gesendet werden.

Die Kosten für den Signalmast mitsamt der Technik trägt der Förderverein Historische Telegrafie in Entrup. Speziell für die optische Telegrafie soll eine Aussichtsplattform auf dem Dach angelegt werden, auf der der Signalmast mitsamt der Technik aufgesetzt wird. Dieser Teil ist nur in Begleitung eines Führers zu betreten.

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