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Dank des trockenen Herbstes wurden die Zielvorgaben bei den Erdarbeiten übertroffen. - © FOTOS: BILSTER BERG DRIVE RESORT
Dank des trockenen Herbstes wurden die Zielvorgaben bei den Erdarbeiten übertroffen. | © FOTOS: BILSTER BERG DRIVE RESORT
PÖMBSEN

Streckenverlauf ist bereits trassiert

Baufortschritt am Bilster Berg liegt vor dem Zeitplan

21.12.2011 | Stand 20.12.2011, 19:31 Uhr

Pömbsen (nw). Seit Baubeginn laufen die Arbeiten für die Test- und Präsentationsstrecke am Bilster Berg ohne Unterbrechung. Die Abbrucharbeiten an nicht benötigten Gebäuden wurden noch im September beendet und das Abbruchmaterial direkt vor Ort zerkleinert und gesiebt, damit es für den Bau wiederverwendet werden kann. Durch den außergewöhnlich trockenen Herbst konnten nach Angaben der Bilster Berg Drive Resort die Zielvorgaben im Bereich der Erdarbeiten übertroffen werden, sodass die Tiefbauarbeiten sogar vor dem Zeitplan liegen.

Täglich würden mehr als 50 Fachleute aus Ingenieuren, Vermessern, Geologen, Architekten, Baufacharbeitern und Maschinenführern gleichzeitig an vielen verschiedenen Stellen arbeiten, um den engen Terminplan einzuhalten. So seien bereits große Teile des Streckenverlaufs planiert und trassiert, Versorgungsschächte und Entsorgungskanäle angelegt und die Wasserversorgung wieder hergestellt worden.

Die Arbeiten an den drei Neubauten seien ebenfalls weit fortgeschritten, so dass das Welcome-Center schon kurz vor Abschluss der Rohbauarbeiten stehe. Die Dynamikfläche sei angelegt und in der Gesamtabmessung sehr gut zu erkennen. Im Bereich der Strecke würden die Fundamente der Boxenmauer betoniert, und der Tunnel in das untere Fahrerlager könne bald befahren werden.

Der für die Arbeiten benötigte Maschinenpark umfasst den Angaben zufolge bis zu 40 Großgeräte. Darunter zahlreiche Bagger, teilweise bis 45 Tonnen schwer, Radlader, GPS-gesteuerte Planierraupen, Walzen, Bodenverdichter, drei fest installierte und zwei mobile Baukräne, Lkws und mehrere Muldenkipper mit bis zu 30 Tonnen Nutzlast.

Eine Million Tonnen Erde bewegt

Bis zum Abschluss aller Bauarbeiten werden auf dem Gelände des Bilster Bergs fast eine Million Tonnen Erde bewegt worden sein. Das entspricht rund 50.000 Standard-Lkws, die aufgereiht eine Schlange von 750 Kilometern ergeben würden. Allerdings verlässt kein Kubikmeter Boden das Gelände. Der Aushub wird vollständig wieder eingebaut.

"Für uns ist das Projekt etwas nicht Alltägliches", sagt Stefan Krimpmann, verantwortlicher Bauleiter der Johann Bunte Bauunternehmung. "Natürlich haben uns die Wetterbedingungen im November sehr in die Karten gespielt, aber man merkt auch am Engagement jedes Einzelnen, den Zeitplan unbedingt einhalten zu wollen, dass es etwas Besonderes ist, bei der Entstehung dieser Anlage dabei zu sein." Dirk Grause, Schachtmeister der Firma Bunte ergänzt: "Unsere Leute fühlen sich hier wohl auf der Baustelle und das ist wichtig, um gute Arbeit leisten zu können. Dafür sorgen auch die Inhaber der Hotels in Nieheim, in denen wir untergebracht sind. Da gehören wir schon fast zur Familie."

Ein großer Teil der Arbeiten am Bilster Berg werde von Firmen aus der Region ausgeführt. Die Geschäftsführung und die technische Projektleitung setzten sich bei den Auftragsverhandlungen sehr stark für eine Beauftragung lokaler Firmen ein.

Anlage in der Hauptsaison 2012 bereits ausgebucht

Für über 6.000 zusätzliche Übernachtungen mit rund 300.000 Euro Umsatz sorgten die Baufirmen allein im Nachbarort Nieheim, teilte die Bilster Berg Drive Resort weiter mit. Wenn die Bauarbeiten im nächsten Jahr beendet seien, könnten sich auch die Hoteliers und Gastronomen der anderen Städte und Gemeinden rund um den Bilster Berg auf weitere Gäste freuen: Die Anlage sei in der Hauptsaison 2012 nahezu ausgebucht. Aus diesen Vermietungen resultierten ebenfalls schon fast 6.000 Übernachtungen.

"Als Geschäftsführer der Bilster Berg Drive Resort freue ich mich sehr über den guten Fortschritt auf der Baustelle. Wir alle fiebern jetzt der Fertigstellung und der Resonanz der ersten Kunden entgegen", sagt Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff. Er sei stolz, dass die "rein privatwirtschaftliche Investition ohne öffentliche Fördermittel", schon jetzt eine "deutlich positive Wirkung auf die regionale Wirtschaft" zeige.

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