Im Herbst 2008 wurde der am Waldrand von Amelunxen liegende Judenfriedhof erheblich verwüstet. - © FOTO: WEGENER
Im Herbst 2008 wurde der am Waldrand von Amelunxen liegende Judenfriedhof erheblich verwüstet. | © FOTO: WEGENER

AMELUNXEN Judenfriedhof wird restauriert

Gelder vom Denkmalschutzprogramm und der Stadt Beverungen

Amelunxen (tor). Drei Jahren nachdem der Judenfriedhof in Amelunxen verwüstet wurde, steht die Finanzierung für die Sanierung. Im Bezirksausschuss Amelunxen wurde bekannt, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen und der Friedhof wieder auf eine behutsame Weise aufgebaut wird.

Im Oktober 2008 wurde der Vandalismus auf dem jüdischen Friedhof in Amelunxen, der etwas verdeckt am Waldrand liegt, entdeckt. Sämtliche Grabsteine an den 14 Gräbern wurden umgestoßen und beschädigt.

Im Mai 2009 hatten Vertreter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) den Friedhof begutachtet. Nun gibt es aus dem Förderprogramm der Denkmalpflege eine finanzielle Unterstützung für die Restauration. Die Kosten werden auf knapp 10.000 Euro geschätzt. 33 Prozent davon werden aus dem Denkmalschutzprogramm des LWL gefördert. Den Rest muss die Stadt Beverungen tragen. Die Vandalen konnten nicht ausfindig gemacht werden.

"Die Arbeiten können jetzt in Kürze beginnen. Die Grabsteine werden nicht nur wieder aufgerichtet sondern zum Teil auch abgeholt und restauriert", sagt Bärbel Rauscher, zuständig bei der Stadt Beverungen für das Friedhofswesen. Wenn die Sanierung abgeschlossen ist, wird der Friedhof wieder eingezäunt. "Die Zaunanlage liegt schon auf dem Bauhof", sagt Rauscher. Die Pflegearbeiten für den Friedhof liegen bisher bei der Stadt Beverungen.

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