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HÖXTER Zeit für süße Früchtchen

Madeleine und Flair, Elsanta, Yasmaska und Florence betören Ohren und Gaumen

VON AMINA VIETH
08.06.2011 | Stand 07.06.2011, 21:17 Uhr
Erdbeerexpertin Marion Wittrock ist auf den Feldern beim Pflücken immer mit dabei. Bei der Ernte wird genau kontrolliert, welche Beeren in die Kiste dürfen. - © FOTO: AMINA VIETH
Erdbeerexpertin Marion Wittrock ist auf den Feldern beim Pflücken immer mit dabei. Bei der Ernte wird genau kontrolliert, welche Beeren in die Kiste dürfen. | © FOTO: AMINA VIETH

Höxter. Groß, rund, rot und saftig - Erdbeeren gehören derzeit zu den beliebtesten Früchten der Höxteraner. Mitten in der Erntesaison sind die kleinen Verkaufsstände am Straßenrand zu sehen. Auch der anerkannte Obstbetrieb Wittrock lässt fleißig ernten und bietet die kleine rote Frucht zum Kauf an.


Die Sorten

"Insgesamt bauen wir sieben Sorten an", erzählt Expertin Marion Wittrock. Dabei unterscheiden sie in vier verschiedene Kategorien. Frühe und späte sowie Normal- und Terminkulturen. "Madeleine und Flair gehören zu den frühen Erdbeeren, die ernten wir ab Mitte Mai. Mit den Normalkulturen wie Elsanta geht es durch den Frost im Mai erst jetzt los. Zu den späten Sorten gehören Yamaska und Florence. Danach folgen die Terminkulturen. Die haben wir im Mai gepflanzt, nach sechs Wochen sind sie erntereif", erklärt Marion Wittrock. Insgesamt wird somit von Mai bis Ende Juli geerntet.


Die Ernte

Deutlich weniger Erdbeeren sammeln sich in den Kisten als im vergangenen Jahr. Der Frost im Mai und die lange Trockenzeit haben den Pflanzen übel mitgespielt. "Normal ernten wir an einem Tag bis zu 1.500 Kisten á fünf Kilogramm . Zur Höchstsaison sogar 2.000. Derzeit sind jedoch nur 800 bis 1.000 täglich", berichtet die erfahrene Obstkennerin. Durch die geringeren Mengen bei der Ernte ist auch der Preis derzeit stabil und höher als bei größeren Mengen Erdbeeren. "500 Gramm Erdbeeren verkaufen wir für 2 Euro. Pflückt man die Erdbeeren in Albaxen auf den Feldern selbst, kosten 500 Gramm 90 Cent", so Wittrock.


Der Geschmack

Der eine mag es süß und der andere etwas bitter. Egal wie die Erdbeere schmeckt, frisch muss sie vor allem sein. Die Farbe sagt dabei jedoch nichts über die Frische aus. "Die Farbe ist von Sorte zu Sorte unterschiedlich und sagt auch nichts über den Geschmack aus. Der Geschmack ist davon abhängig, ob die Pflanze glücklich ist, je nach Wetter und Boden", weiß die Expertin. Zwar ist der Erdbeere der Geschmack nicht anzusehen, aber eindeutig die Frische. "Die Frucht muss frische Blätter haben, frisch aussehen und glänzen", erläutert die Kennerin.

Die Lagerung

"Nach dem Kauf sofort ungewaschen in den Kühlschrank", rät die Fachfrau. So bleiben die Früchte bis zu drei Tage haltbar. Wie lange genau die roten Beeren schmackhaft und frisch bleiben hängt jedoch auch davon ab, zu welcher Tageszeit sie geerntet wurden. "Erdbeeren die zu heiß, zum Beispiel in der Mittagssonne, geerntet wurden halten sich nicht so lange wie die, die kühl gepflückt wurden", berichtet Marion Wittrock. Wichtig sei auch den Kelch der Erdbeere erst nach dem Waschen zu entfernen, sonst "blutet die Erdbeere aus".


Der Erdbeer-Eis-Shake

Wer nicht alle Erdbeeren auf einmal verzehren mag, der friert sich einen Teil ein. Das bevorzugt auch Marion Wittrock. "Ich esse die Erdbeeren meistens frisch vom Feld und einen Teil friere ich immer ein". Mit den gefrorenen Früchten bereitet sie dann einen Eisshake zu. "Die gefrorenen Erdbeeren gebe ich zusammen mit Milch und Zucker in den Mixer und mische es durch. Schon habe ich einen leckeren Eisshake", freut sich die Erdbeerliebhaberin.

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