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HÖXTER/FRANKFURT Bischof Damian fordert Ende der Gewalt

13.03.2011 , 14:07 Uhr

Frankfurt/Brenkhausen (epd). Orthodoxe Kirchen und Menschenrechtsorganisationen haben in Frankfurt gegen Christenverfolgung in Ägypten und anderen muslimischen Ländern protestiert. An der Demonstration unter dem Motto "Warum schweigt ihr? Religionsfreiheit ist keine Einbahnstraße!" nahmen am Samstag nach Veranstalterangaben rund 2.000 Menschen teil.
Der koptisch-orthodoxe Bischof in Deutschland, Anba Damian, forderte ein Ende der "Hetzkampagne" und der Gewalt gegen Christen in Ägypten und eine Bestrafung der Täter.

Die Polizei sprach von 750 Teilnehmern. Störungen habe es nicht gegeben, hieß es. Die Demonstranten waren am Mittag vom Bahnhofsvorplatz vor die evangelische Sankt Katharinenkirche in der Innenstadt gezogen.

Dabei riefen sie Parolen wie "Scharia ist Völkermord" und "Kein Urlaubsort wo Christenmord". Anschließend informierten sie sich über die Lage der Christen in Ländern wie Ägypten, der Türkei, dem Iran oder Nord-Korea. Es seien dabei mehr als 7.000 Flugblätter verteilt worden, sagte der Sprecher des Veranstalter-Bündnisses, Klaus Lelek.

Bei der abschließenden Kundgebung sagte Bischof Damian, die Diskriminierung der rund acht Millionen koptischen Christen in dem Land am Nil müsse beendet und die Glaubensfreiheit sichergestellt werden. Ferner appellierte Damian an den obersten Imam Ägyptens, Ahmad Mohammad Al-Tayyeb, sogenannte Hassprediger aus den Moscheen zu entfernen.

Das Grußwort des Erzbischofs der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Julius Hanna Aydin (Warburg), wurde verlesen, da er wegen eines Trauerfalls verhindert war. Die Demonstration und die öffentliche Anklage seien notwendig, um die Weltöffentlichkeit auf die Verfolgung und die Gewalt gegen Christen und andere religiöse Minderheiten wie die Jesiden oder die Aleviten aufmerksam zu machen, erklärte Aydin. "Wenn wir dazu schweigen, machen wir uns vor Gott und den Menschen schuldig und wir ermuntern die Verfolger zu weiteren Verbrechen."

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