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Wie viele Feuerwehrleute aus dem Kreis Höxter, bekämpfte der Steinheimer Drehleiterführer Jürgen Jasperneite die ganze Nacht den Brand einer Entsorgungsfabrik in Schieder-Schwalenberg. - © FOTO: JENS BULMAHN/FEUERWEHR
Wie viele Feuerwehrleute aus dem Kreis Höxter, bekämpfte der Steinheimer Drehleiterführer Jürgen Jasperneite die ganze Nacht den Brand einer Entsorgungsfabrik in Schieder-Schwalenberg. | © FOTO: JENS BULMAHN/FEUERWEHR

KREIS HÖXTER/SCHIEDER-SCHWALENBERG 13 Stunden Dauereinsatz

Kräfte aus Höxter, Steinheim und Kollerbeck helfen beim Großbrand in Lippe

VON DAVID SCHELLENBERG
13.04.2010 | Stand 12.04.2010, 19:25 Uhr

Kreis Höxter/Schieder-Schwalenberg. Das haben die Feuerwehrleute der Region noch nie erlebt: Die abschüssige Straße zur Entsorgungsfabrik in Schieder-Schwalenberg stand auf einer Länge von 300 Metern lichterloh in Flammen. "Uns kam die glühende Masse entgegen", berichtet Jürgen Jasperneite von der Steinheimer Feuerwehr. Wie er, waren zahlreiche Kräfte aus Höxter, Steinheim und Kollerbeck die ganze Nacht im Einsatz.

An Schlaf war für den Steinheimer Drehleiterführer Jürgen Jasperneite kaum zu denken. Er war mit dem Löschzug Steinheim nach elfstündigem Einsatz gerade nach Hause zurückgekehrt, als die Steinheimer Wehr erneut zu Nachlöscharbeiten in Schieder-Schwalenberg beordert wurde: "Ich hatte mich gerade hingelegt, da mussten wir wieder los." Noch einmal zweieinhalb Stunden suchten die Steinheimer nach kleinen Glutnestern.

Kurz vor Mitternacht wurde der Löschzug Steinheim alarmiert. Großbrand in einem Entsorgungsbetrieb in Schieder-Schwalenberg. Weil die benachbarte Wehr keine eigene Drehleiter hat, werden automatisch die Steinheimer mit alarmiert. Die Schwierigkeit: In der brennenden Halle waren giftige Lack-, Farb- und Ölreste gelagert. "Auch für uns war das ein ziemlich spektakulärer Einsatz. Als wir ankamen, gab es sogar noch einige Detonationen", schildert Jasperneite.

Weil das Feuer nur schwer unter Kontrolle zu bekommen war, wurde gegen 1.45 Uhr auch der Löschzug Höxter sowie die Löschgruppe Kollerbeck alarmiert. Sie unterstützten die insgesamt 350 Brandbekämpfer mit Atemschutzgeräteträgern sowie den Aufbau einer 2,5 Kilometer langen Löschwasserstrecke.

"Besonderheiten im Einsatz gab es nicht. Wenn die Löschwasserstrecke einmal aufgebaut ist, müssen nur noch die Pumpen überwacht werden", berichtet Andreas Mönks, Löschgruppenführer der Feuerwehr Kollerbeck.

Doch nicht nur in Schieder-Schwalenberg selbst waren die Feuerwehrkräfte im Einsatz. Wegen der starken Rauchentwicklung und der Gefahr nitroser Gase musste den die Wehrleute ab 4.30 Uhr an verschiedenen Stellen im Bereich Steinheim Luftmessungen durchführen. Giftige Dämpfe wurden dabei jedoch nicht festgestellt.

Als die Steinheimer Wehrleute nach elf Stunden von ihrem Einsatz zurückkehrten, waren sie so erschöpft, dass ein weiterer Trupp beordert wurde, um die Einsatzbereitschaft der Wehr wieder herzustellen. Neben dem Auffüllen der Sauerstoffflaschen und der Wassertanks mussten vor allem die Fahrzeuge geschrubbt werden. "Die waren wegen der Rauchentwicklung besonders schmutzig", berichtet Jasperneite. Er ist sehr dankbar, dass trotz der schwierigen Umstände des Einsatzes kein Feuerwehrmann verletzt wurde.

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