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Der Fachausschuss muss einen Vorschlag zur Zukunft des Flugplatzes bei Brenkhausen erarbeiten. - © FOTO: RHO
Der Fachausschuss muss einen Vorschlag zur Zukunft des Flugplatzes bei Brenkhausen erarbeiten. | © FOTO: RHO

Brenkhausen Entscheidung zur Flugplatznutzung

Heute stellt Stadt Ergebnis der Beratungen vor

10.12.2009 | Stand 09.12.2009, 19:55 Uhr

Brenkhausen (bat). Den Fallschirmspringerclub Dädalus hat Flugplatzbetreiber Jens Gronemeyer (44) nach jahrelangen Querelen 2005 vom Räuschenberg vertrieben. Dabei konnte Gronemeyer immer auf Rückendeckung durch die Stadt Höxter hoffen.

Vor zehn Jahren hat die Stadt die Verantwortung für ihren Flugplatz, der ursprünglich von den Städten Höxter und Holzminden und dem Kreis Höxter angelegt worden war, in private Hände gelegt. Seitdem ist der Höxteraner Softwareunternehmer Jens Gronemeyer der uneingeschränkte Herrscher auf dem Räuschenberg.

Im Frühjahr hat Gronemeyer seine im Höxteraner Umtec-Gebäude ansässige Datentechnik-Firma verkauft, um sich ganz seiner Leidenschaft für die Fliegerei widmen zu können. Vielleicht zu sehr. Denn wie berichtet, liegt Gronemeyer jetzt mit der Stadt Höxter im Clinch. In diesem Jahr läuft der auf zehn Jahre geschlossene Pachtvertrag aus (die NW berichtete).

Jetzt können die Modalitäten neu ausgehandelt werden. Obwohl der Flugplatz, wie Gronemeyer selbst sagt, stets schwarze Zahlen geschrieben hat, will er nun die jährliche Pacht von 35.000 Euro nicht mehr bezahlen. Gronemeyer begründet das mit großvolumigen Investitionen und dem Wegfall öffentlicher Fördergelder. Allerdings hat die Stadt Höxter das Gelände selbst nur angepachtet. Die Pachtzahlung von Gronemeyer verbleibt nicht im Stadtsäckel, sondern geht an den Eigentümer.

Gestern Abend hat sich der Wirtschaftsförderungsausschuss mit der Flugplatz-Thematik in nichtöffentlicher Sitzung befasst. Heute will die Stadt Höxter mit dem Ergebnis vor die Presse treten.

Es geht dabei nicht nur um die Pachtstreitigkeiten. Tatsächlich hat die Stadt Gronemeyer unlängst angeboten, alle im Eigentum der Stadt befindlichen Bauten des Flugplatzareals für den symbolischen Wert von einem Euro an Jens Gronemeyer zu übertragen, unter der Voraussetzung, dass Gronemeyer ein konkretes Nutzungskonzept vorlegt. Des Weiteren ist im Gespräch, dass sich auf dem Flugplatz-Gelände ein Motorenbau-Betrieb neu ansiedeln möchte.

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