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Höxter Flugplatz: Stadt muss weiter zahlen

Pächter des Cafés am Räuschenberg hofft auf gütliche Einigung

VON DAVID SCHELLENBERG
05.12.2009 | Stand 04.12.2009, 19:35 Uhr
Jens Gronemeyer. - © FOTO: TOR
Jens Gronemeyer. | © FOTO: TOR

Höxter. In der kommenden Woche will Bürgermeister Alexander Fischer für die Zukunft des Flugplatzes Höxter eine Lösung gefunden haben. Der bisherige Pächter Jens Gronemeyer will die Pacht von rund 35.000 Euro jährlich deutlich senken, um den Betrieb wirtschaftlich betreiben zu können (die NW berichtete).

Aber auch wenn sich die Stadt gegen Gronemeyer entscheiden würde, zahlen müsste sie trotzdem: Denn das Grundstück gehört einem Privatmann aus Brenkhausen, der das Gelände bereits an die Stadt verpachtet hat. Dieser Erbpachtvertrag läuft offensichtlich noch bis 2067. "Es ist richtig, dass wir das Grundstück gepachtet haben und den Zins weiter zahlen müssen", sagt Stadtsprecher Hubertus Grimm auf Anfrage der Neuen Westfälischen. Er macht deutlich: "Schon deshalb hat die Stadt ein großes Interesse daran, dass es auf dem Räuschenberg weitergeht."

Bis vor fünf Jahren stellte die Summe nach Gronemeyers Worten kein größeres Problem dar, denn das Land habe den Flugplatz mit jährlich 45.000 Euro gefördert. Ein weiteres Problem für die Stadt: Sollte der Flugplatz geschlossen werden, müsste eventuell die Tankanlage zurückgebaut werden. Ein teures Unterfangen, immerhin liegt das Gelände inmitten eines Naturschutzgebietes.

Zudem könnte dann das Tiefflugverbot für militärische Übungsflüge über Höxter hinfällig werden. Schwierigkeiten bekommen dann auch Polizei- und Rettungshubschrauber. Vor allem für lange Überführungstransporte von Patienten sowie von der Polizei und der Bundespolizei wurde der Flugplatz häufig zum Auftanken genutzt.
Neben Piloten, Geschäftsfliegern und Fallschirmspringern wäre auch das Café am Räuschenberg von der Schließung betroffen. "Wir können noch nicht abschätzen, was passiert, wenn der Flugplatz geschlossen werden müsse. Bisher wird unser Café sehr gut angenommen", sagt Inhaber und Bäckermeister Andreas Otto. Er beschäftigt je nach Auslastung seines Cafés bis acht Mitarbeiter. Otto setzt auf eine gütliche Einigung der Verhandlungspartner.

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