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Landrat Michael Stickeln (Mitte) und Matthias Kämpfer (2., v. l.), Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit, überreichen den Ärzten Mykhailo Osadchyi (r.) und Vladyslav Rudyi-Trypolskyi (l.) Defibrillatoren. Die Mediziner stammen aus der Ukraine und engagieren sich gemeinsam mit Andrea Dangela von der KHWE für die Beschaffung medizinischer Güter und Medikamente. - © Kreis Höxter
Landrat Michael Stickeln (Mitte) und Matthias Kämpfer (2., v. l.), Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit, überreichen den Ärzten Mykhailo Osadchyi (r.) und Vladyslav Rudyi-Trypolskyi (l.) Defibrillatoren. Die Mediziner stammen aus der Ukraine und engagieren sich gemeinsam mit Andrea Dangela von der KHWE für die Beschaffung medizinischer Güter und Medikamente. | © Kreis Höxter

Kreis Höxter Mediziner im Kreis Höxter fürchten humanitäre Katastrophe in der Ukraine

Unternehmen, Organisationen und Initiativen im Kreis Höxter sammeln Geld- und Sachspenden für Menschen in der Ukraine. Was im Einzelnen läuft.

03.03.2022 , 17:30 Uhr

Kreis Höxter. Auch im Kreis Höxter nimmt die Bevölkerung großen Anteil am Schicksal der Menschen in der Ukraine, die unter dem grausamen Krieg leiden. „Die Welle der Hilfsbereitschaft ist überwältigend“, sagt Landrat Michael Stickeln.

Innerhalb weniger Tage haben sich zahlreiche Initiativen gegründet, organisiert durch Unternehmen, Vereine oder Privatpersonen. „Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern dafür von Herzen. Gemeinsam stehen wir in dieser dunklen Stunde der Europäischen Geschichte an der Seite der Menschen in der Ukraine.“

Überall im Kulturland nimmt die Hilfe konkrete Formen an. So organisieren unter anderem die Unternehmen Möbelwerke A. Decker aus Borgentreich-Borgholz und Mahlmann Logistik aus Steinheim gemeinsam mit dem Rotary Club Höxter einen Transport von Sachspenden unter dem Motto „Die Bevölkerung der Ukraine leidet – Der Kreis Höxter hilft!“

Schirmherrschaft

Landrat Michael Stickeln hat für diese gemeinschaftliche Hilfsaktion die Schirmherrschaft übernommen und den Kontakt zu einem Netzwerk von Ärzten vermittelt, die Spenden für die medizinische Versorgung der notleidenden Menschen in der Ukraine sammeln.

„Wir sehen, dass sich eine humanitäre Katastrophe anbahnt.“ Mit diesen eindringlichen Worten beschreiben bei einem Besuch im Kreishaus die beiden Ärzte Mykhailo Osadchyi und Vladyslav Rudyi-Trypolskyi, die seit vielen Jahren im St.-Ansgar-Krankenhaus in Höxter arbeiten, die Lage in ihrer ukrainischen Heimat.

Im Kreis Höxter arbeiten etwa 20 Ärztinnen und Ärzte, die gebürtig aus der Ukraine stammen. „Wir sind untereinander gut vernetzt“, sagt Osadchyi, der auch von seinem Arbeitgeber finanzielle Unterstützung für die Aktion erhält. Er ist Facharzt für Anästhesiologie und Notfallmedizin und arbeitet auch als Notarzt im Kreis Höxter.

„Als Ärzte wissen wir, welches Material und welche Medikamente jetzt dringend benötigt werden. Und wir haben Kontakte zu Apotheken und Lieferanten in Deutschland und zu unseren Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine“, erklärt er. Die von den Ärzten beschafften medizinischen Güter werden mit dem Hilfsgütertransport der beiden Unternehmen in Borgentreich-Borgholz und Steinheim in Richtung Ukraine gebracht.

Große Dankbarkeit

„Ich bin außerordentlich dankbar dafür, dass sich engagierte Menschen bei uns im Kreis Höxter zusammenschließen, um auf jede erdenkliche Art gemeinschaftlich in der Not zu helfen“, sagte Landrat Michael Stickeln. Darüber hinaus bedankte er sich bei allen Unternehmen, Organisationen und privaten Initiativen in der Region, die auf vielfältige Weise tatkräftig helfen und sich für Hilfsaktionen vernetzen.

„Wir stehen erst am Anfang der umfassend notwendigen Unterstützung notleidender und geflüchteter Menschen aus der Ukraine“, bekräftigte auch der Leiter des Fachbereichs für Öffentliche Sicherheit beim Kreis Höxter, Matthias Kämpfer.

Um die Ärzte bei der Beschaffung medizinischer Güter für die Menschen in der Ukraine zu unterstützen, hat der Landrat ein Spendenmöglichkeit beim Kreis Höxter eingerichtet. Darüber hinaus hat der Kreis Höxter aus den Beständen des Rettungsdienstes sechs Defibrillatoren sowie 30.000 Paar medizinische Einmal-Handschuhe bereitgestellt.

KHWE spendet

Auch die KHWE als größter Arbeitgeber im Kreis Höxter hat bereits zahlreiche Projekte, die von ihren Mitarbeitern an die sie herangetragen wurde, mit Geld- und Sachspenden unterstützt.

Darüber hinaus hat die Hospitalvereinigung eine eigene Spendenaktion ins Leben gerufen, bei der ihre 3.000 Mitarbeiter eine selbst gewählte Summe ihres Gehaltes spenden können. Die KHWE wird diesen Betrag vorstrecken, verdoppeln und unmittelbar an Caritas International spenden. Weitere Aktionen sind geplant.

Spendenkonto

Spendenaktion für die medizinische Versorgung notleidender Menschen in der Ukraine: Spendenkonto des Kreises Höxter bei der Sparkasse Höxter Verwendungszweck: „Ukraine-Hilfe“; IBAN DE97 4725 1550 0003 0000 15.

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