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Martina Bergmann (Bäckerei Engel, v. l.), Andrea Küper-Viefhues (SkF) und Anne Engel (Bäckerei Engel) unterstützen das Frauen- und Kinderschutzhaus. - © Alexander Graßhoff
Martina Bergmann (Bäckerei Engel, v. l.), Andrea Küper-Viefhues (SkF) und Anne Engel (Bäckerei Engel) unterstützen das Frauen- und Kinderschutzhaus. | © Alexander Graßhoff

Kreis Höxter Warum das Frauenhaus im Kreis Höxter dringend Spenden braucht

Zum 25-jährigen Jubiläum der Einrichtung hat die Bäckerei Engel 1.568 Euro zur Unterstützung der Einrichtung gesammelt

Alexander Graßhoff
23.10.2019 | Stand 22.10.2019, 18:26 Uhr

Kreis Höxter. Aus Anlass seines 25-jährigen Jubiläums unterstützt die Bäckerei Engel das Frauen- und Kinderschutzhaus im Kreis Höxter mit einer Spende in Höhe von 1.568 Euro. "Wir haben den Eindruck, dass das Frauenhaus in der Öffentlichkeit nicht sehr präsent ist. Dabei ist es wichtig, dass Frauen, denen in ihrem Familienleben Gewalt in seinen verschiedensten Formen widerfährt oder solche droht, um die Existenz dieser Institution wissen", erklärt Anne Engel, Juniorchefin der Bäckerei. Während einer Woche im September gab es jeden Tag in allen 42 Engel-Filialen mit Banderolen gekennzeichnete Brote zu kaufen. Je Brot wurde ein Euro des Erlöses der Spendensumme hinzugefügt. "Das Geld wird direkt genutzt, um die Arbeit des Frauenhauses zu unterstützen", erklärt Andrea Küper-Viefhues, Vorstandsmitglied des Trägervereins "Sozialdienst katholischer Frauen Warburg" (SkF). Denn Finanzierungsbedarf bestünde immer. "Es ist sehr schwer Zuschüsse zu bekommen", gibt Küper-Viefhues zu verstehen. "Jeder ist bei uns willkommen" Das Frauen- und Kinderschutzhaus im Kreis Höxter, dessen genauer Standort geheimgehalten werden muss, hat im Jahr 2018 57 Frauen mit 99 Kindern Zuflucht geboten. Bis Ende des dritten Quartels dieses Jahres waren es bisher bereits 51 Frauen mit ihren Kindern. Dabei sind die Schutzsuchenden durchschnittlich etwa 42 Tage geblieben. Mit Blick auf die zurückliegenden Jahre sei festzustellen, dass der Bedarf an Plätzen im Frauenhaus gestiegen sei - was kein optimistisch stimmendes Bild auf die Entwicklung häuslicher Gewalt wirft. Dem steigenden Bedarf stehe jedoch ein chronisch knappes Raumangebot gegenüber. Das Frauen- und Kinderschutzhaus im Kreis Höxter bietet Platz für neun Frauen. Auch Mütter mit vielen Kindern können aufgenommen werden. "Um ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten, suchen viele Frauen in Nachbarkreisen Zuflucht." In das lokale Frauenhaus kommen dementsprechend nicht nur Frauen aus dem Kreis Höxter, sondern auch aus Nachbarkreisen. "Jeder ist bei uns willkommen. Egal aus welchem Land die Frauen kommen, welcher Religion sie angehören oder wo sie in Deutschland leben", unterstreicht Küper-Viefhues. Im Haus werden die Frauen von festangestelltem Fachpersonal betreut. Das Frauenhaus sei jeden Tag 24 Stunden lang telefonisch erreichbar. "Besteht Bedarf, verabreden wir mit betroffenen Frauen einen Treffpunkt. Dort holen wir sie ab und bringen sie zum Frauenhaus."

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