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Der Wagen raste knapp an der Ampel vorbei durch die Hecke in das Friseurgeschäft und fing Feuer. - © David Schellenberg
Der Wagen raste knapp an der Ampel vorbei durch die Hecke in das Friseurgeschäft und fing Feuer. | © David Schellenberg

Höxter Auto rast in Gebäude und fängt Feuer - Fahrer stirbt im Wagen

Die Einzelheiten zum Hergang des Unfalls sind bislang ungeklärt

David Schellenberg
04.10.2019 | Stand 04.10.2019, 18:29 Uhr |

Höxter-Stahle. Was sich genau eine halbe Stunde vor Mitternacht am Einheitsfeiertag in Höxters Ortsteil Stahle abgespielt hat, muss die Kriminalpolizei noch ermitteln. Fest steht: Ein Auto ist mit hoher Geschwindigkeit in einen Friseursalon gerast und hat sofort Feuer gefangen. Mindestens ein Mensch kam ums Leben. Nach bisherigen Erkenntnissen war das Fahrzeug gegen 23.30 Uhr mit hoher Geschwindigkeit auf der Corveyer Straße unterwegs, raste über die Kreuzung der Bundesstraße 83, durchschlug eine Hecke und fuhr in ein Friseurgeschäft. "Wir haben gehört, dass es zweimal kurz hintereinander heftig geknallt hat", berichten Zeugen. Dass der Wagen nach dem Aufprall auf das Gebäude explodiert sei, wie sie mutmaßen, bestätigt sich nicht. Allerdings war die Wucht des Aufpralls heftig: Trümmerteile fanden sich noch rund 30 Meter weit entfernt auf Nachbargrundstücken. Der stark verformte Wagen fing sofort Feuer, ebenso wie "Freias Friseurstübchen". Die Freiwillige Feuerwehr Höxter rückte mit dem Löschzug Kernstadt sowie den Löschgruppen Albaxen, Stahle und Lüchtringen an. Die rund 60 Einsatzkräfte konnten nicht verhindern, dass das Fahrzeug völlig ausbrannte. Das Feuer im Friseursalon, das sich über die Dachhaut ausbreitete, konnten sie schnell unter Kontrolle bringen - jedoch ist der Schaden am Gebäude beträchtlich. Wie viele Personen im Fahrzeug saßen, konnte die Polizei aufgrund der starken Deformation des Wagens zunächst nicht ermitteln. Da es einen Fahrer gegeben haben muss, ging sie von mindestens einem Toten aus. Nachdem der Wagen gelöscht und abgekühlt war, schaute sich zunächst ein Spezialist das Fahrzeug vor Ort an. Für die weiteren Arbeiten zur Bergung wurde der Unfallort mit Sichtschutzzäunen abgesperrt.  Erst als die Feuerwehr rund zweieinhalb Stunden später den Wagen aufrichten und auseinander schneiden konnte, wurde klar: Der Fahrer saß offensichtlich allein im Wagen. Die Einzelheiten zum Hergang liegen aber noch im Dunkeln. Zeugen wollen kurz vor dem Unfall einen sehr schnell fahrenden schwarzen Golf beobachtet haben, der möglicherweise zuvor geklaut worden war. Eine offizielle Bestätigung seitens der Einsatzleitung der Polizei dafür gab es in der Nacht aber nicht. Auch, weil die Kennzeichen nicht gefunden wurden. Fest steht aber: Beim Unfallfahrzeug handelt es sich um einen Golf. Rund vier Stunden nach dem Unfall wurde das Wrack vom Abschleppdienst abtransportiert. Kurz danach konnte die Sperrung der Bundesstraße 83 an der Kreuzung Corveyer Allee aufgehoben werden.

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