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Mini-Bagger: Er reißt Stücke des Asphalt-Provisoriums ab. - © Simone Flörke
Mini-Bagger: Er reißt Stücke des Asphalt-Provisoriums ab. | © Simone Flörke

Höxter Anfang fürs neue Pflaster auf dem Höxteraner Marktplatz ist gemacht

Der Stadt ist es egal, ob die alten oder neue Steine in die Lücken vor den Geschäften verlegt werden – es gehe nur darum, den Platz wieder „in ansprechender Form“ zu komplettieren

Simone Flörke
13.08.2019 | Stand 13.08.2019, 19:46 Uhr

Höxter. „Die Höxteraner machen sich Sorgen um ihre Steine", hieß es zu Wochenanfang auf dem Marktplatz. Am Dienstagmorgen ist der Minibagger dem Provisorium zu Leibe gerückt: Die Asphaltstücke vor den Geschäften am Höxteraner Marktplatz – dort, wo das Pflaster fehlt – wurden zum Teil schon herausgebrochen, um die Fläche wieder zu pflastern. Nebenan ragen Leitungen und Rohre aus dem Boden. Die Wiederherstellung der Marktplatzfläche nach dem Hin und Her um verschwundene und wieder aufgetauchte Pflastersteine ist angelaufen. „Wir werden im ersten Schritt die Eingänge zu den Geschäften mit den gelieferten Steinen pflastern", erklärt das Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen Böhm in Uslar-Wiensen. Da es sich nicht im Steine von der Stange handele, sondern um welche, die extra dafür als Sonderproduktion von dem ursprünglichen Hersteller nachproduziert wurden, habe sich die ganze Angelegenheit in die Länge gezogen. Bereiche mit unterschiedlichen Steinen Hinzu komme noch ein sogenannter taktiler Streifen für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, der zwischen den Steinen eingebaut wird. Bis in den September werden sich nach Auskunft der Firma aus Uslar die Arbeiten noch hinziehen. Man habe verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Steinen am Marktplatz, sagt Baudezernentin Claudia Koch. Die kleineren Steine direkt auf dem Marktplatz und größere, längliche vor den Geschäften sowie die Zone für die Infrastruktur wie Bänke, Laternen und Mülleimer. Die gleichen, die dort schon gelegen hätten, sagen die Verantwortlichen. „Wir wollen, dass das bestmöglich wieder hergestellt wird", sagt Claudia Koch. „Und zwar rechtzeitig vor dem Aufbau für Huxori. Das ist die Zielvorgabe." Zur Not müsse auch im Mehrschichtbetrieb gearbeitet werden. Mit den gleichen oder mit neuen Steinen? Wie die Stadt damit umgeht, dass der Abrissunternehmer die Steine – ihr Eigentum – quasi als Pfand einbehalten habe, weil die Rechnung vom Investor Fokus Development noch nicht komplett bezahlt worden sei? Claudia Koch: „Unser Vertragspartner ist Fokus Development. Der muss die Oberfläche wieder in ansprechender Form herstellen", antwortet die Dezernentin. „Das Ergebnis ist für uns entscheidend. Ob mit den gleichen oder mit neuen Steinen, das ist für uns egal." Man befinde sich in ständigen Gesprächen mit der Firma Jens Müller, ergänzt Stadtsprecher Sebastian Vogt auf NW-Anfrage. Und man hoffe auf eine „vernünftige und einvernehmliche Lösung". Im Bereich des ehemaligen Treppenturmes ragen einige Kabel aus dem Boden. „Wir müssen mehrere Anschlüsse im Boden umsetzen", erklärt Claudia Koch dazu. Für die Versorgung des Marktplatzes, für Stände bei Festen und die Marktbeschicker. Die Standorte seien mit der Werbegemeinschaft abgesprochen.

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