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Hatten viel Spaß: Ein Teil der Nieheimer Sternfahrer-Gruppe. - © Burkhard Battran
Hatten viel Spaß: Ein Teil der Nieheimer Sternfahrer-Gruppe. | © Burkhard Battran

Kreis Höxter/Marienmünster Nordschleife eingeweiht: Alle Wege führen zur Abtei Marienmünster

Die Erweiterung der Kloster-Garten-Route ist eröffnet. Auf mehr als 300 Kilometern lässt sich das klösterliche Erbe der Region per Fahrrad erkunden

Burkhard Battran
20.05.2019 | Stand 20.05.2019, 13:18 Uhr

Kreis Höxter/Marienmünster. Rund um die Abtei waren am Sonntag mehr Fahrräder als Autos geparkt: Das hatte seinen Grund, denn an diesem Tag stand die Abtei ganz im Zeichen des Radtourismus. Unter großer öffentlicher Beteiligung wurde die Erweiterung der Kloster-Garten-Route eröffnet. Es handelt sich dabei um ein insgesamt 315 Kilometer langes Radwegenetz, das verschiedene Klosterorte der Region verbindet. Der Kreis Höxter hat deutschlandweit die größte Dichte historischer Klosterorte. Mit der Fertigstellung der nun eröffneten Nordschleife ist die gesamte Klosterregion des Kreises fahrradtouristisch erschlossen und ausgeschildert. „Dieser beliebte Themenradweg verknüpft zwei Schätze, die unser Kulturland so außerordentlich attraktiv machen: vielfältige Klosterkultur und landschaftliche Schönheit", sagte Landrat Friedhelm Spieker. Rund 80 Radler hatten sich auf den Weg gemacht Das konnten die Teilnehmer der Eröffnungssternfahrt nur bestätigen. Rund 80 Radler hatten sich am Kloster Brenkhausen, dem Culinarium in Nieheim und dem Brakeler Brede Kloster Richtung Abtei aufs Rad geschwungen. Gerade bei Radtouren gilt die Devise, der Weg ist das Ziel, aber es steigert das Vergnügen, wenn man sich auch auf besondere Zielorte freuen kann. „Wir sind am Koptischen Kloster in Brenkhausen gestartet und über Ovenhausen am Bach entlang zur Abtei geradelt, was wirklich ein wunderschönes Erlebnis war", schwärmte Sternfahrtteilnehmer Franz-Josef Lenz (63). „Es war schon recht anstrengend, aber wenn ich das in meinem Alter ohne E-Unterstützung schaffe, dann schaffen andere das auch", erklärte Teilnehmerin Ursula Unger (74). Obwohl die Abtei Marienmünster den nördlichsten Punkt des Radwegesystems markiert, stand sie ganz im Zentrum. Frei dem Motto folgend: Alle Wege führen zur Abtei. „Gerade für den neuen Teil der Nordschleife bietet sich die Klosteranlage als Ausgangsort an", sagte Michael Stolte, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, die das Projekt federführend begleitet hat. 525.000 Euro hat die Umsetzung gekostet. 420.000 Euro hat die GfW dafür an Fördergeld von Land und EU erhalten. „Die Kloster-Garten-Route ist eine Bereicherung für die Menschen im Kreis Höxter. Touristisch liegen wir damit voll im Trend", sagte der Landrat. Knapp 150 Kilometer lange Nordschleife Der 2013 eröffnete erste Teil der Kloster-Garten-Route hatte auf knapp 200 Kilometern den Klosterpark der Hegge, den Zionsberg in Scherfede, den Sinnesgarten der Serviam-Schwestern in Germete, die Gärten der Abtei in Herstelle, den Schöpfungspfad des Klosters Hardehausen sowie den Schlosspark Gehrden und den Schulklostergarten des Gymnasiums St. Kaspar in Neuenheerse miteinander verbunden. Mit der knapp 150 Kilometer langen Nordschleife werden von Bad Driburg bis Höxter unter anderem die Klosterorte Corvey, Marienmünster und Brenkhausen miteinander vernetzt. Weitere Zielpunkte der neuen Nordschleife sind der Lebensgarten in Amelunxen, der Landschaftspark Rheder, der Bibelgarten und der Gräfliche Park Bad Driburg sowie der Kurpark in Bad Hermannsborn.

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