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Antriebsriemenherstellung: In Höxter arbeiteten zuletzt 475 Beschäftigte bei Arntz-Optibelt. - © David Schellenberg (Archiv)
Antriebsriemenherstellung: In Höxter arbeiteten zuletzt 475 Beschäftigte bei Arntz-Optibelt. | © David Schellenberg (Archiv)

Höxter Stellenabbau bei Arntz-Optibelt in Höxter

Betriebsrat geht von bis zu 50 Arbeitsplätzen in der Produktion aus, die gestrichen werden

Mathias Brüggemann
13.05.2019 | Stand 14.05.2019, 18:54 Uhr

Höxter. Beim Höxteraner Antriebsriemenhersteller Arntz-Optibelt wird zurzeit in größerem Umfang Personal abgebaut. Das bestätigte der Vorsitzende des Betriebsrats, Thomas Krüger, auf Anfrage von nw.de. Er gehe von rund 40 bis 50 Stellen in der Produktion aus, die gestrichen werden. Es gebe aber keine betriebsbedingten Kündigungen. „Ich hoffe, dass das so bleibt", sagte Krüger. Derzeit würden befristete Arbeitsverträge nicht mehr verlängert und aus anderen Gründen frei werdende Stellen nicht wieder besetzt. Grund sind nach Aussagen Krügers beträchtliche Auftragseinbußen. Eine Stellungnahme der Geschäftsführung war am Montagnachmittag nicht zu bekommen. Im vergangenen Jahr Umsatzrekord vermeldet Noch im September vergangenen Jahres hatte die Geschäftsführung auf der Jahrespressekonferenz einen neuen Umsatzrekord vermeldet. Mit 272 Millionen Euro hatte das Höxteraner Unternehmen seine Umsatzerlöse im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 12,5 Prozent gesteigert – der größte Umsatzzuwachs seit zehn Jahren. Auch für 2018 war die Geschäftsführung von einer weiteren Umsatzsteigerung ausgegangen. 284,3 Millionen Euro hatte das Unternehmen angepeilt. Für dieses Jahr hatte die Geschäftsführung Investitionen von rund vier Millionen Euro in den Standort Höxter angekündigt. Steigende Preise bei Vormaterialien Allerdings hatte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Reinhold Mühlbeyer, in der damaligen Pressekonferenz die stark steigenden Preise für die Vormaterialien beklagt und hier von einer „dramatischen Entwicklung" gesprochen. Auch die Wechselkursentwicklung schlage negativ zu Buche. Zudem habe es Umsatzrückgänge im Mittleren Osten und in Afrika gegeben. Weltweit beschäftigt die Arntz-Optibelt-Gruppe, die in sechs Ländern vertreten ist, 2.300 Mitarbeiter. In Höxter waren zuletzt 475 Menschen beschäftigt.

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