Komplett neu: Bahntechniker Michael Straubhaar tauscht mit seinen Kollegen die Abschaltkontakte am Bahnübergang bei Godelheim aus. - © David Schellenberg
Komplett neu: Bahntechniker Michael Straubhaar tauscht mit seinen Kollegen die Abschaltkontakte am Bahnübergang bei Godelheim aus. | © David Schellenberg

Höxter Reparaturarbeiten an der Bahnschranke auf der B 64 bei Höxter

Störanfälliger Übergang sorgte in jüngster Vergangenheit immer wieder für Probleme

Höxter-Godelheim. An der Bahnschranke Bundesstraße 64/Taubenborn zwischen Höxter und Godelheim hat am Donnerstag ein Spezialistenteam der Bahn Leit- und Sicherungstechnik die Anlage überprüft und umfangreiche Reparaturmaßnahmen vorgenommen. Ob damit weitere Störungen in nächster Zeit vollständig ausgeschlossen sind, ist jedoch offen. Die Schranke, die den Verkehr an einer zentralen Verkehrsachse des Kreises Höxter sichert, hat die Autofahrer in jüngerer Vergangenheit immer wieder genervt. Mehrmals war es vorgekommen, dass ein Zug durchgefahren war und sich hinterher die Schranke nicht öffnete. Lange Staus waren die Folge, wie zuletzt am Montagnachmittag – auch wenn die Bahntechniker jedes Mal verhältnismäßig schnell vor Ort waren, um die Schranke zu öffnen. In Bahnkreisen gilt die Anlage, die mit einer jahrzehntealten Technik ausgestattet ist, als störanfälligste in der Region. Weitere Reperaturen könnten notwendig sein „Die Anlage ist sehr komplex. Wir wissen leider noch nicht, wo genau der Fehler liegt", erklärt ein Notfallmanager der Leit- und Sicherungstechnik. Deshalb hat sich das Spezialistenteam entschieden, umfangreiche Reparaturmaßnahmen durchzuführen und die Komponenten teilweise auszutauschen. Nicht nur im Technikhäuschen wurden Bauteile überprüft, sondern auch an der Strecke selbst. So wurden beispielsweise die sogenannten Ausschaltkontakte, die das Öffnen der Schranke nach der Durchfahrt des Zuges ermöglichen, erneuert. Dafür wurde die Technik extra aus Oberhausen besorgt. Die Arbeiten, die im laufenden Zugbetrieb stattfanden, sollten am Donnerstagabend abgeschlossen sein. Das Team hofft, damit die Störungen beseitigt zu haben. Garantieren können sie das aber nicht. „Sollte es wieder zu Problemen kommen, werden wir weitere Teile austauschen müssen", erklärte der Notfallmanager. So könne der Fehler möglicherweise auch in der rund 1,6 Kilometer Zuleitung vom Zuschaltkontakt liegen. Die Deutsche Bahn wird entsprechend alle notwendigen Maßnahmen treffen, um Störungen am Bahnübergang künftig zu vermeiden, ergänzt eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Warum gerade jetzt die Störungen gehäuft auftreten, ist unklar. Die Bahnsprecherin betont, werden die Schranken regelmäßig in einem Turnus von sechs Monaten durch Techniker der Deutschen Bahn überprüft.

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