Die Bielenberghalle in Höxter: Hier ein Bild vom 6. Weser-Cup im Sport Stacking - © Simone Flörke
Die Bielenberghalle in Höxter: Hier ein Bild vom 6. Weser-Cup im Sport Stacking | © Simone Flörke

Höxter Sporthallen-Sanierung in Höxter soll verschoben werden

Stadt sagt eine für Montag geplante Informationsveranstaltung ab

Höxter. Die Stadt Höxter plant nach Angaben des Stadtsportverbands-Vorsitzenden Roland Merker, die Sanierung der Sporthalle am Bielenberg und anderer Höxteraner Sportstätten um mindestens ein Jahr zu verschieben. Merker beruft sich auf ein Schreiben der Abteilungsleiterin Schulen, Bücherei und Sport, Claudia Bonefeld, und auf Aussagen von Bürgermeister Alexander Fischer. In einem Schreiben vom 15. November an alle Nutzer der Bielenberghalle sagte Claudia Bonefeld eine für den kommenden Montag anberaumte Informationsveranstaltung zur Hallensanierung ab. Mit der Sanierung sollte eigentlich Ende des ersten Quartals 2019 begonnen werden. „Mit Blick auf das angekündigte Sportstättenförderprogramm ,Moderne Sportstätten 2022’ des Landes NRW, dessen Ausgestaltung derzeit jedoch noch nicht bekannt ist, wird darüber nachgedacht, die Sanierung der Bielenberghalle auf die Jahre 2020/2021 zu verschieben", heißt es in dem Schreiben. Eine Entscheidung werde bei den Haushaltsberatungen Anfang nächsten Jahres fallen. Daher müsse die für Montag geplante Informationsveranstaltung ausfallen. „Der Termin wird zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich nachgeholt", schreibt Bonefeld. »Niemand gibt uns eine Antwort« Wie der Vorsitzende des Stadtsportverbandes (SSV) mitteilte, habe sich Bürgermeister Alexander Fischer auf der Sitzung des Ortsausschusses Albaxen am Dienstag dahingehend geäußert, dass vermutlich alle Vorhaben der Sportstättenentwicklung um mindestens ein Jahr geschoben würden. Die Landesregierung hatte am 30. Oktober beschlossen, ab dem Haushaltsjahr 2019 ein Förderprogramm für Sportvereine und Sportverbände mit einem Volumen von 300 Millionen Euro aufzulegen. Antragsberechtigt sind aber nicht Kommunen, sondern nur Sportvereine und Sportverbände, wie aus einer Pressemitteilung der Landesregierung hervorgeht. Allerdings heißt es dort auch, dass auch Sportstätten, die sich im Eigentum der Kommunen befinden, in den Genuss solcher Fördermittel kommen können. "Stinksauer über die Informationspolitik" Denn auch Vereine und Verbände, die über langfristige Pacht- oder Mietverträge zur Nutzung kommunaler Sportstätten verfügen, seien antragsberechtigt. „Auf die Bielenberghalle trifft das aber nicht zu", meint der SSV-Vorsitzende, „denn die Hauptnutzung der Halle ist Schulsport." Merker: „Wir möchten gerne wissen, wie es nun weitergeht. Aber niemand gibt uns eine Antwort." Der Stadtsportverband habe um einen Gesprächstermin gebeten. Ein solches Gespräch könne frühestens im Februar stattfinden. habe ihm die Stadt signalisiert. „Das ist viel zu spät", findet Merker. Er sei „stinksauer" über die Informationspolitik der Stadt.

realisiert durch evolver group