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Lassen Höxter erblühen: Thomas Hamm (v. l.), Dietmar Beineke, Alfred Micus (II. Kompanie), Reinhold Fahle (I. Kompanie), Stefan Schrader (IV. Kompanie), König Frank Wiesemann und Axel Gobrecht (III. Kompanie). - © David Schellenberg
Lassen Höxter erblühen: Thomas Hamm (v. l.), Dietmar Beineke, Alfred Micus (II. Kompanie), Reinhold Fahle (I. Kompanie), Stefan Schrader (IV. Kompanie), König Frank Wiesemann und Axel Gobrecht (III. Kompanie). | © David Schellenberg

Höxter 50.000 Narzissen für die Landesgartenschau in Höxter

Förderverein verteilt die Blumenzwiebeln an alle Ortschaften sowie die vier Kompanien der Schützengilde

David Schellenberg
31.10.2018 | Stand 30.10.2018, 20:34 Uhr

Höxter. Zwar findet die Landesgartenschau in Höxter erst 2023 statt – aber schon jetzt beginnen die intensiven Vorbereitungen in Höxter. Und damit diese schon im kommenden Frühjahr sichtbar werden, hat der Förderverein Landesgartenschau Höxter jetzt 50.000 Blumenzwiebeln an alle Ortschaften sowie die vier Kompanien der Schützengilde Höxter verteilt. Die Narzissen sind ein erster Blumengruß aus Höxter zur Landesgartenschau. Die Idee wurde stammt übrigens von der Dorfwerkstatt Albaxen geboren, berichtet Andrea Söffgen aus Albaxen. „Auch wenn das Landesgartenschaugelände in der Kernstadt liegt, gehören die Ortschaften genauso zu Höxter. Und wir brauchen sie und ihre Ideen", sagt Dietmar Beineke vom Förderverein. Deshalb ist es den Initiatoren von Anfang an wichtig, auch die Dörfer mit einzubeziehen. In der Kernstadt werden die Kompanien jeweils in ihrem Gebiet die Zwiebeln auf öffentlichen Flächen pflanzen. Alles in Abstimmung mit der Stadtgärtnerei. So wird die 4. Kompanie am Samstag, 3. November, ab 13 Uhr auf dem Berliner Platz etwa 1.200 Zwiebeln auf der Fläche des ehemaligen Brunnens pflanzen. Mit dabei ist auch das aktuelle Königspaar, den König Frank Wiesemann ist selbst Mitglied der 4. In den Ortschaften sind die Helfer teilweise schon fleißig am Werk. Beispiel Albaxen, wo die Idee entstand: Gerade noch rechtzeitig vor dem ersten Frost konnten hier am vergangenen Samstag etwa 3.000 Narzissenzwiebeln ihr sicheres Winterquartier im Boden der öffentlichen Albaxer Grünflächen beziehen, um im nächsten Frühjahr die Bewohner und Besucher des Weserdorfes mit ihrer Blütenpracht zu erfreuen. Spontane Idee entstand im April Die Idee, die Ortschaft an markanten Stellen aufblühen zu lassen, entstand bereits beim Albaxer Dorfwerkstatt-Tag im April. „Die Teilnehmer diskutierten damals über die immer niedrigfrequentere Pflege der öffentlichen Grünflächen und suchten gemeinsam nach Vorschlägen, wie man dem dadurch bedingten unschönen Erscheinungsbild entgegenwirken könnte", erklärt Andreas Söffgen. Spontan bildete sich die „Blumenzwiebel-Gruppe" mit dem Ziel, das Projekt im Herbst umzusetzen. Hierfür setzte sich die Gruppe nun vor einigen Wochen mit der Stadtverwaltung sowie dem Ortsausschuss Albaxen in Verbindung, um die zu bepflanzenden Flächen festzulegen. „Die Blumenfelder sollten schließlich nicht die städtische Pflege der Grünflächen behindern", so Söffgen weiter. Die weitere Entwicklung des Projektes überraschte die Projekt-Gruppe dann doch sehr: Nach einem ersten Vorschlag der Stadtgärtnerei, die benötigten Blumenzwiebeln zur Verfügung zu stellen, griff der Förderverein der Landesgartenschau Höxter 2023 die Idee der Pflanzaktion auf. In der Folge wurden nun den Ortsheimatpflegern aller Höxteraner Ortschaften jeweils 3.000 Blumenzwiebeln zur Verschönerung ihrer Dörfer übergeben. Wo die Narzissen wachsen, ist erst im Frühling zu sehen „3.000 Zwiebeln sind wirklich eine Menge", meint Söffgen. Und so füllten die 3.000 „Albaxer Blumenzwiebeln" fast vollständig das Auto des Ortsheimatpflegers Meinhard Siewers als er am vergangenen Samstag das Pflanzgut zum Treffpunkt am Friedhof anlieferte. Eine bunt gemischte Gruppe von rund. 20 Hobbygärtnern im Alter von 15 bis 71 Jahren war dem Aufruf der „Blumenzwiebel-Gruppe" zur Mithilfe gefolgt. Nach ausführlicher Diskussion über die beste Vorgehensweise, Technik, Pflanztiefe und -abstände und natürlich dem obligatorischen Gruppenfoto ging es an die trotz des kühlen Wetters schweißtreibende Arbeit. Am frühen Nachmittag waren schließlich fast alle Zwiebeln „versteckt". „Wo? Dieses Geheimnis wird erst im Frühling gelüftet", sagt Söffgen. Für den Förderverein ist die Blumenzwiebel-Aktion nur ein erster Auftakt zu weiteren Vorhaben. Dafür braucht es Mitstreiter. Zurzeit gebe es 250 Mitglieder, berichtet Dietmar Beineke. „Bis Jahresende sollen es 500 und bis Ende nächsten Jahres sogar 1.000 Mitglieder sein", wirbt er für ein Engagement für die Landesgartenschau.

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