Das nächste Stahlelement schwebt ein: Mitarbeiter einer Fachfirma aus Chemnitz arbeiten an der Edelstahlverkleidung. Sie soll bis November fertiggestellt sein. - © David Schellenberg
Das nächste Stahlelement schwebt ein: Mitarbeiter einer Fachfirma aus Chemnitz arbeiten an der Edelstahlverkleidung. Sie soll bis November fertiggestellt sein. | © David Schellenberg

Höxter Stadt gewährt Einblick ins Höxteraner Freibad

Schwimmen: Bis November soll das neue Stahlbecken fertiggestellt sein. Diskussionen gibt es bei einer Ortsbesichtigung des Bäderausschusses um die Renovierung des Eingangsbereichs und der Sanitäranlagen sowie um die Kosten

David Schellenberg

Höxter. Es geht voran mit der Sanierung des Höxteraner Freibades. Diese Botschaft wollten Bürgermeister Alexander Fischer und Hochbau-Chef Georg Beverungen bei einer gemeinsamen Ortsbesichtigung mit den Bäderausschuss verbreiten. Und tatsächlich nimmt das Stahlbecken endlich Form an. Auch das neue Technikgebäude steht, ebenso wie die notwendigerweise größere Schwallanlage. Zufrieden waren einige Ausschussmitglieder am Dienstag dennoch nicht. Die aktuelle Lage: Die Fundamente, die das Stahlbecken tragen sollen, sind fertig. Sie wurden reversibel in das bestehende Becken eingebaut, das aus Denkmalschutzgründen vollständig erhalten bleiben muss. Zurzeit ist eine Fachfirma aus Chemnitz dabei, Stück für Stück das Stahlbecken einzubauen. Es wird verschweißt und dann die abgeschliffenen Nähte chemisch behandelt, damit sie nicht rosten. „Die Wassertiefe wird weiterhin zwei Meter Tiefe betragen, weil das Becken ein Stück höher liegen wird", erklärte Georg Beverungen. Die Sprunggrube wird allerdings nicht mehr wie bisher 4,50, sondern nur noch 3,80 Meter betragen. Zu sehen ist bereits die seitliche Treppenanlage. Startblöcke und die historischen Duschen aus dem Jahr 1936 bleiben erhalten – so verlangt es der Denkmalschutz. Eröffnung im Mai angestrebt Laut Zeitplan soll das Stahlbecken im November fertig sein. Dann wird es geflutet, damit es sich im Winter setzen kann. Der Fortschritt hängt natürlich auch vom Wetter ab. Kommt ein nasskalter Herbst, oder noch schlimmer, ein Hochwasser, könnte das den Baufortschritt gefährden. Aktuell aber gilt: „Unser Ziel ist es, das Freibad im nächsten Jahr pünktlich zu eröffnen", sagt Alexander Fischer. Es wird ein Eröffnungstermin im Mai angestrebt. Deshalb soll die Winterzeit genutzt werden, um die Technik fertigzustellen. Im Frühjahr 2019 folgen dann die Pflasterarbeiten rings um das Becken. Kritik von den Ausschussmitgliedern Kritische Anmerkungen gab es trotz des Fortschrittes von einigen Ausschussmitgliedern. Lutz van Herck (CDU) fragte nach den Baukosten, die ursprünglich mit 3,5 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt kalkuliert worden waren. Öffentlich diskutiert wird derzeit eine deutlich höhere Summe von 7 Millionen Euro, die die Stadt aber nicht bestätigen wollte. Wohl aber wurde in der Diskussion deutlich, dass die Kosten höher sein werden, als veranschlagt. Zudem fragte Ralf Dohmann (BfH) nach den Planungen für den zweiten Bauabschnitt mit der Sanierung der Duschen, des Eingangsbereiches und die Aufbereitung der Grünanlagen, den die Verwaltung laut Ratsbeschluss eigentlich schon längst planen müsste. Hier soll auch bürgerschaftliches Engagement helfen, die Kosten zu minimieren. Fischer räumte ein, dass der Stadt schlicht das Personal fehle, alle Aufgaben umgehend umzusetzen. Auch wollte er nicht garantieren, dass der zweite Sanierungsabschnitt bereits mit Eröffnung abgewickelt ist. Er will aber kurzfristig Kontakt zum Förderverein suchen.

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