Die Angeklagte Angelika W. mit ihren Verteidigern Alexander Strato (l.) und Peter Wüller. - © Wilfried Hiegemann
Die Angeklagte Angelika W. mit ihren Verteidigern Alexander Strato (l.) und Peter Wüller. | © Wilfried Hiegemann

Paderborn/Höxter Bosseborn-Prozess: Verteidiger von Angelika W. fordert Freispruch

Der Liveticker aus dem Landgericht Paderborn

Jürgen Mahncke

Paderborn/Höxter. Mit den Stellungnahmen der beiden Verteidiger von Angelika W. enden am Dienstag die Plädoyers im Mordprozess um das Horrorhaus von Höxter-Bosseborn. Für Beobachter überraschend hat Verteidiger Peter Wüller einen Freispruch für seine Mandantin gefordert. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, zweifacher Mord durch Unterlassen und versuchter Mord, seien nicht haltbar, begründete Wüller. Staatsanwaltschaft und Nebenkläger hatten in der vergangenen Woche lebenslange Freiheitsstrafen für beide Angeklagte, die Feststellung der besondere Schwere der Schuld und für Wilfried W. die Einweisung in die Psychiatrie gefordert. Die Anwälte des Angeklagten wiesen die Vorwürfe in ihren Plädoyers zum Teil zurück und forderten eine Freiheitsstrafe von 7 Jahren und 6 Monaten wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung. Sie sprachen sich gegen eine lebenslange Haftstrafe aus, weil ihr Mandant nur vermindert schuldfähig sei. Angelika W. gilt nach Meinung einer Gutachterin als voll schuldfähig. Am 5. Oktober will das Landgericht Paderborn ein Urteil im Bosseborn-Prozess sprechen. Im Prozesstag am kommenden Freitag wird Angelika W. noch einmal zu Wort kommen. Alle Details zur Erklärung von Angelika W.s Verteidigern lesen Sie im Liveticker:

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