Tierheim Holzminden - © Privat
Tierheim Holzminden | © Privat

Holzminden Tierheim Holzminden sucht ein neues Zuhause

Sommerfest: Die Einrichtung bietet am Samstag einen Flohmarkt für Vierbeiner

Svenja Ludwig

Holzminden. Er trägt die Zusammenarbeit noch im Namen, der Tierschutzverein Holzminden-Höxter. Nach einigen Jahren getrennten Weges soll diese Kooperation neu aufleben. „Wir sind in Gesprächen mit der Stadt", berichtet Jens-Uwe Müller, Vorsitzender des Tierschutzvereins. Schon 2019 könnten dann die beiden Städte in Sachen Tieraufnahme und Vermittlung wieder an einem Strang ziehen. Aktuell beherbergt das Tierheim in Holzminden 20 „Rentnerkatzen", wie Müller sie liebevoll tituliert, rund 40 ausgewachsene Stubentiger und „jede Menge Katzenbabys". Die seien in der letzen Zeit im gesamten Stadtgebiet obdachlos zur Welt gekommen. Außerdem sind gerade drei von zehn Hundeplätzen im Tierheim belegt. „Letztens waren es noch sechs", sagt Müller: „Aber wir haben Glück bei der Vermittlung gehabt." "Das wird keine Halli-Galli-Party" Beim Sommerfest am Samstag, 8. September, können Tierliebhaber die Vierbeiner besuchen. Von 11 bis 15 Uhr lädt das Tierheim an den Ziegeleiweg 2. „Das wird aber keine Halli-Galli-Party", betont der Vorsitzende. Zum Wohl der Tiere werde die Feier ausgelagert auf den Parkplatz, damit die Hunde und Katzen nicht gestresst würden. Stündlich seien aber Besuche der Vierbeiner möglich. Neben einer Tombola lockt unter anderem ein kleiner Flohmarkt für Tierbedarf. Die Artikel stammen aus Spenden, sind Proben oder Geschenke von Herstellern, die keinem der Heimtiere passten, erklärt Jens-Uwe Müller. Für Kinder wird eine Hüpfburg angeboten. Außerdem wird Marc Gonzaga mit seinem Foodtruck 3 Stars Burger und Pommes servieren. Von 13.30 bis 14.30 Uhr bietet ein Eiswagen des Eiscafé Bruno seine kalten Köstlichkeiten an. Vertragsklausel und Überschwemmungsgebiet würden Baumaßnahmen erschweren Am Event zum Jahresende 2017 „Futter statt Böller" nahmen 200 Menschen teil – mehr als von den Veranstaltern erwartet. Vielleicht könnten noch einmal mehr Interessierte erreicht werden, meint Müller. Vielleicht auch, um eine der letzten Chancen zu nutzen, das Tierheim an der Ziegeleistraße zu besuchen. Denn die Einrichtung möchte umziehen.„Wir haben dringenden Bedarf, etwas an unserem Tierheim zu machen", erklärt Müller im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. Einiges müsse saniert werden, außerdem stünden den Mitarbeitern keine Sozialräume zur Verfügung – aller Platz werde für die Tiere benötigt. Das Grundstück, auf dem die Vierbeiner untergebracht sind, ist von der Stadt gepachtet. Eine Klausel im Vertrag und ein Überschwemmungsgebiet würden Baumaßnahmen verkomplizieren. Deshalb will sich der Verein neu orientieren. Mehrere Gebäude habe der Vorstand schon in Augenschein genommen, aber auch die Möglichkeit, neu zu bauen, will Müller nicht ausschließen. „Das Ziel ist, bis Ende 2018 eine klare Marschrichtung verkünden zu können", sagt der Vorsitzende.

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