Pläne für kurze Wege: Technischer Leiter Johannes Brune (v. l.), Chefarzt Dr. Eckhard Sorges, Geschäftsführer Reinhard Spieß, und Falk Orban, Standortbeauftragter des St.-Ansgar-Krankenhauses. - © Burkhard Battran
Pläne für kurze Wege: Technischer Leiter Johannes Brune (v. l.), Chefarzt Dr. Eckhard Sorges, Geschäftsführer Reinhard Spieß, und Falk Orban, Standortbeauftragter des St.-Ansgar-Krankenhauses. | © Burkhard Battran

Höxter St. Ansgar erweitert Kapazitäten

Medizinische Versorgung: Hospitalvereinigung investiert drei Millionen Euro am Standort in Höxter. 
Die Kardiologie und die Radiologie im St. Ansgar werden vergrößert

Burkhard Battran

Höxter. Für die medizinische Versorgung im Kreis Höxter ist es ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Im St.-Ansgar-Krankenhaus werden die Kapazitäten in der Herz- und in der Strahlenmedizin erheblich erweitert. „Wir sind an unseren Auslastungsgrenzen angelangt, mitunter müssen wir Herzpatienten bereits in andere umliegende Fachkliniken schicken", sagt Reinhard Spieß, Geschäftsführer der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE), dem Träger des Höxteraner St.-Ansgar-Krankenhauses. Im letzten Sommer war die Krankenhausküche im St. Ansgar geschlossen worden, da am Steinheimer Standort eine Zentralküche errichtet worden war. Dadurch ist eine Fläche von 1.040 Quadratmetern in bester Lage frei geworden. „Aus medizinischer Sicht ist dieses Raumangebot ein Geschenk, das wir dazu nutzen werden, die Versorgung optimaler zu gestalten und unsere medizinischen Möglichkeiten zu erweitern", erläutert Chefarzt Dr. Eckhard Sorges. Insgesamt werden drei Millionen Euro investiert. In diesem Jahr wird für zwei Millionen Euro im Zentrum ein zweiter sogenannter Kathetermessplatz eingerichtet. Herzstück ist ein 70 Quadratmeter großer Hybrid-OP. „Dieser Operationssaal ist fast doppelt so groß wie herkömmliche OPs und kann von Kardiologen und Gefäßchirurgen gleichermaßen genutzt werden", erklärt Chefarzt Sorges. Am bestehenden Messplatz werden jährlich 2.000 Untersuchungen vorgenommen. Hier würde sich die Kapazität verdoppeln. Im September soll der neue Messplatz in Betrieb genommen werden. »Aus medizinischer Sicht ist dieses Raumangebot ein Geschenk« Von der ehemaligen Küche ist kaum noch etwas zu sehen. Es wurden neue Wände eingezogen und an den äußeren Begrenzungsmauern verschwinden die im 70er-Jahre-Gelb gekachelten Wände hinter neuen Rigipsplatten. In einer weiteren Baumaßnahme wird die Radiologie, die sich derzeit noch im zweiten Obergeschoss befindet, ebenfalls ins Erdgeschoss verlegt. „Wir nutzen den Umbau, um die Wege für Patienten und Mitarbeiter zu verkürzen, um so eine gezielte Behandlung besser einleiten zu können", sagt Geschäftsführer Spieß. Diese Maßnahme ist für 2019 vorgesehen. Ebenfalls noch in diesem Jahr wird im Nebengebäude des Facharztzentrums ein zweiter sogenannter 60 Quadratmeter großer Strahlenbunker errichtet. „Die räumlichen Voraussetzungen waren bereits beim Bau vor acht Jahren angelegt worden, jetzt erfolgt der Ausbau", erläutert Johannes Brune, Technischer Leiter der Hospitalvereinigung.

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