Michael Wiemeyer (v. l.), Elisabeth Scheel, Kreisdirektor Klaus Schumacher und Markus Schrader - © Mareike Gröneweg
Michael Wiemeyer (v. l.), Elisabeth Scheel, Kreisdirektor Klaus Schumacher und Markus Schrader | © Mareike Gröneweg

Höxter Ausstellung im Kreishaus: Sicherer mit dem Rad unterwegs

Prävention: Die Kreispolizeibehörde hat mit der Abteilung Straßenverkehr des Kreises eine Schau organisiert, die bis zum 22. Juni im Kreishaus gezeigt wird. Sie soll auf Gefahren beim Radfahren aufmerksam machen

Mareike Gröneweg

Höxter. Wer morgens ohne Helm mit dem Fahrrad zum Bäcker fährt, geht laut Kreisdirektor Klaus Schumacher ein Risiko ein: „Gerade die uns bekannten Strecken sind gefährlich, weil man nicht so aufmerksam fährt." Auf Gefahrenpotenziale wie diese macht die neue Ausstellung im Foyer des Kreishauses in Höxter aufmerksam. Organisiert und zusammengestellt wurde die Schau von der Kreispolizei Höxter mit Unterstützung der Abteilung Straßenverkehr des Kreises. Sie ist bis Freitag, 22. Juni, geöffnet. „Maximal 15 Prozent aller Fahrradfahrer tragen einen Helm", berichtet Schumacher. Daher ruft er bei der Eröffnung der Ausstellung eindringlich dazu auf, dass mehr Fahrradfahrer Helme tragen: „Sie helfen wirklich. Und Helme sind mittlerweile auch schick geworden." Herzstück der Ausstellung ist eine Mediensäule, die vier Videos zeigt Zur Ausstellung gehören einige Stellwände, die aktuelle Unfallzahlen liefern. „Die Anzahl von Unfällen ist zwar gesunken, aber die Zahl der Unfallopfer bleibt gleich", sagt Markus Schrader vom Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Höxter. Laut Schumacher habe es 2017 insgesamt 85 Unfälle gegeben. Herzstück der Ausstellung ist eine Mediensäule. Vier Videos können von den Besuchern interaktiv angewählt werden und spielen sich in zwei bis vier Minuten ab. „Das erste Video dreht sich um einen Neurologen, der zum Thema Fahrradhelme spricht – ohne dabei Fachchinesisch zu benutzen", sagt Michael Wiemeyer, Leiter der Verkehrsunfallprävention des Kreises Höxter. Der zweite Film richtet sich an Jugendliche als Zuschauer. Es wird die Geschichte eines jungen Mannes erzählt, der eine Beziehung führt und durch fehlende Schutzbekleidung stürzt. Der Film veranschaulicht, wie er sich verletzt und das auch die Beziehung verändert. »Da können die Menschen ahnen, was so ein Aufprall für das Gehirn bedeutet« Im dritten Video sollen Erwachsene dazu ermuntert werden, einen Helm zu tragen. Der vierte Film hat einen Promi-Faktor: Star-Friseur Udo Walz präsentiert in dem Video Frisuren, die durch den Fahrradhelm nicht ruiniert werden können. Ein weiteres Exponat ist eine Windschutzscheibe, die in dem Zustand gezeigt wird, nachdem ein Fahrradfahrer darauf geprallt ist. „Da können die Menschen ahnen, was so ein Aufprall für das Gehirn bedeutet, wenn der Kopf dagegen prallt", erklärt Wiemeyer. Die Foyer-Ausstellung sei so konzipiert, dass man auch mit neuen Mitteln und Medien Jugendliche erreicht. Die Schau steht im Zusammenhang mit dem Fahrradaktionstag der Kreispolizeibehörde, der am Sonntag, 10. Juni, zwischen 11 und 17 Uhr im Corveyer Hafen stattfindet.

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