Freundschaftlicher Umgang: Dorothee Baumgarten (vorn, v. l.) und Klaus Töpfer werden von Bischof Anba Damian (r.) in der Klosterkapelle begrüßt. - © Mareike Gröneweg
Freundschaftlicher Umgang: Dorothee Baumgarten (vorn, v. l.) und Klaus Töpfer werden von Bischof Anba Damian (r.) in der Klosterkapelle begrüßt. | © Mareike Gröneweg

Brenkhausen Ökumenische Begegnungsstätte feiert

Rückblick: Bei dem Jubiläumsfest des Koptisch-Orthodoxen Klosters erinnern sich die HöxteranerDorothea Baumgarten und Klaus Töpfer an die Anfänge der Glaubensgemeinschaft in Brenkhausen

Mareike Gröneweg

Brenkhausen. „Es ist schon ein kleines Wunder", findet Bischof Anba Damian. Wenn er alte Postkarten des heutigen Koptischen Klosters anschaut, sagt er zu seinen Gästen während der Begrüßung, ist er beeindruckt, wie viel sich verändert hat. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums stehen bis Sonntag, 3. Juni, zahlreiche Veranstaltungen im Kloster in Brenkhausen an. Eine davon war der Rückblick von Dorothea Baumgarten, ehemalige Bürgermeisterin Höxters, und Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister und Ehrenbürger in Höxter. Vor den Gästen – viele von ihnen aus der Weserstadt – erinnerten sich die beiden in der Klosterkapelle an die Anfänge. „Welch’ eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte", sagte Baumgarten zu der koptisch-orthodoxen Gemeinde in Brenkhausen. „Das hätte Anfang der neunziger Jahre keiner erwartet." Unverhohlen sprach sie über die Sorgen und Fragen, die einige Einwohner hatten. Und auch über die große Aufgabe der Sanierung: „Mich berührt noch heute die unglaubliche Kälte der Räume, in der sie damals leben mussten", sagte Baumgarten zu Bischof Damian. Doch die Bauarbeiten seien zu einer beispielhaften Restaurierung geworden und das Kloster zu einer ökumenischen Begegnungsstätte. Besonders betonte Dorothea Baumgarten das Bürgerengagement der Brenkhäuser, die die neue Gemeinde im Dorf tatkräftig unterstützt haben. „Ich habe noch nie einen so faszinierenden Netzwerker wie Sie, Bischof Damian, kennengelernt." Auch Klaus Töpfer sprach in seiner Rede begeistert vom Koptisch-Orthodoxen Kloster – insbesondere von einer Person: „Ich habe noch nie einen so faszinierenden Netzwerker wie Sie, Bischof Damian, kennengelernt. Und ich habe viele Menschen kennengelernt." Die Höxteraner, so Töpfer, kennen Bischof Damian, da er Teil der Gemeinschaft sei. Man treffe ihn im Dorf an – und zwar meist, wenn man es nicht erwarte. Auch die Ehefrau von Klaus Töpfer engagiert sich für die koptisch-orthodoxe Gemeinde: Jeden Samstag unterrichtet sie ehrenamtlich Kinder im Kloster. „Ein kluger Mensch hat mal gesagt: Das Entscheidende ist, dass man andere anders sein lassen kann", so Töpfer in seiner Rede. Diese Fähigkeit, die er nicht mit Toleranz gleichsetzen will, erlebe er im Koptischen Kloster. Und diese Einstellung sei der Erfolgsgarant der Gemeinde. Zudem betonte Töpfer, wie wichtig es sei, dass diese Erfolgsgeschichte der Kopten im ländlichen Raum, in Höxter stattfinde – und nicht in einer Großstadt. Am Freitagabend schloss der Tag mit einem Empfang im Kloster für Gäste aus Politik und Gesellschaft.

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