„Kuschelkugel": Karin Steinbergs Dübener Ei ist ein lilafarbener Eyecatcher. - © Karin Steinberg
„Kuschelkugel": Karin Steinbergs Dübener Ei ist ein lilafarbener Eyecatcher. | © Karin Steinberg

Höxter/Ennigerloh „Dübener Ei“ auf großer Tour - Höxteranerin Karin Sternberg berichtet von DDR-Wohnwagentreffen

Ostalgie: Karin Steinberg und ihr seltener DDR-Wohnwagen haben die erste Ausfahrt gut überstanden. Bei einem Treffen mit Gleichgesinnten in Ennigerloh hat sie viele Tipps und Anregungen bekommen. Jetzt plant sie bereits die nächste Reise

Höxter. Karin Steinberg, Hund Kairos und ihr Wohnwagen Marke „Dübener Ei" haben die Feuertaufe überstanden: Wie von der NW berichtet, hatte die Höxteranerin den ramponierten DDR-Wohnwagen Baujahr 1982 über viele Wochen hinweg innen wie außen restauriert und war am Wochenende zur ersten größeren Ausfahrt aufgebrochen, um am DDR-Wohnwagentreffen in Ennigerloh teilzunehmen. Ein schweres Gewitter in der ersten Nacht war nicht nur der Härtetest für die Hardware, sondern auch für die Psyche. „Aber irgendwann hat der Hund nicht mehr gebellt und der Wohnwagen hat dichtgehalten." Als zum Frühstück die Sonne rauskam, konnte das Treffen richtig losgehen. Mit 49 Wohnwagen sei das Treffen so gut besucht gewesen wie nie zuvor, erzählt Karin Steinberg, „aber dass mein Wohnwagen das einzige Dübener Ei bei dem Treffen sein würde, hatte ich nicht gedacht. Wir waren also eine echte Attraktion". Besonders der Speziallack „Magictouch" in Lila, der den auch „Kuschelkugel" genannten Mini-Wohnwagen zu einem echten Hingucker macht, habe das Interesse der Besucher geweckt. „Viele wollten auch einen Blick auf die Inneneinrichtung werfen. Überhaupt wurde viel gefachsimpelt an diesem Wochenende, tagsüber auf dem Platz und abends in der Runde an einer großen Feuerschale. Ich habe viel Tipps und Anregungen bekommen." Neben der großen Schau seltener Schätzchen steht beim DDR-Wohnwagentreffen der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Kontakte zu knüpfen oder vielleicht Anschluss an eine Tauschbörse für seltene Ersatzteile zu finden, ist die Motivation vieler, die regelmäßig an dem Treffen teilnehmen. Das Zugfahrzeug ist dabei nicht entscheidend. Den Organisatoren ist es nur wichtig, dass die Wohnwagen, die sich auch in den alten Bundesländern einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen, aus der früheren DDR stammen. „Ich bin jetzt Feuer und Flamme", sagt Karin Steinberg, die für das kommende Wochenende schon die nächste Tour geplant hat. Dann geht es mit dem Dübener Ei für fünf Tage mit einer Freundin zum Campen an den Edersee – und Hund Kairos ist natürlich auch wieder mit von der Partie.

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