Höxter Bundesinstitut bestätigt Standortwahl für Höxters Hallenbad

Stadt Höxter sieht sich nach Gesprächen in Bonn mit Neubau an Lütmarser Straße auf dem richtigen Weg

Simone Flörke

Höxter. Während Dienstagabend der Bäderausschuss zunächst noch über die Ausstattung des Freibades im Brückfeld nach der Sanierung diskutiert, ist das Gespräch der Stadt mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und der Oberfinanzdirektion Münster in Bonn bereits gelaufen. Es ging um die Koordinierung und Förderung des Hallenbadneubaus mit vier Millionen Euro aus Bundesmitteln, die beantragt ist. Dabei sollte unter anderem auch die Frage geklärt werden, wie sich Standortwahl und Fördermittelvergabe gegenseitig bedingen. Dabei seien die „möglichen Einschätzungen der Verwaltung hinsichtlich eines Förderverlustes bei einem Standortwechsel durch das BBSR bestätigt" worden, hieß es gestern in einer Erklärung der Stadt. Eine andere Standortwahl – auch die Variante Im Flor – „wäre nach Auffassung des BBSR förderschädlich gewesen", erklärten die Beteiligten. Darüber wurden die Ausschussmitglieder ebenfalls gestern informiert. »Sozial-integrativer Gesamtansatz ist positiv aufgefallen« Tenor: „Rückblickend betrachtet ist die vom Rat (...) getroffenen Standortwahl die einzig Richtige gewesen, die sich letztendlich für die Stadt Höxter durch die Fördermittel in barer Münze auszahlen wird", so Betriebsleiter und Kämmerer Lothar Stadermann. In der Ratssitzung am 1. Juni war diese Entscheidung zunächst verschoben, dann am 22. Juni mehrheitlich bei sieben Mal Nein und drei Enthaltungen die Lütmarser Straße festgelegt worden. Die Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens, die drei kleinen Parteien, hatten dieser Standortfestlegung keine Zustimmung gegeben. Der von der Stadt gewählte sozial-integrative Gesamtansatz zur Neuordnung des „städtebaulich wichtigen Quartiers an der Lütmarser Straße" sei von Ministerium, Haushaltsausschuss des Bundestages und vom BBSR „sehr positiv" bewertet und der Antrag gestärkt worden sei, heißt es nach dem Treffen der Vertreter der Stadt unter Leitung des Bürgermeisters. Und weiter: Das Gesamtkonzept mit der Errichtung der Unterkünfte für die Geflüchteten, die neue Bushaltestelle für den Schüler- und den Öffentlichen Personennahverkehr und das neue Hallenbad sei allen Beteiligten „besonders positiv" aufgefallen. Ausschließlich diese Gesamtkonzeption habe letztendlich den Ausschlag dafür gegeben, dass die Förderung in Aussicht gestellt worden sei. Förderung von Neubauten ist die Ausnahme Denn im Regelfall komme diese Bundesförderung nur für die Sanierung von öffentlichen Einrichtungen infrage. In Ausnahmefällen könnten Neubauten gefördert werden, woran enge Voraussetzungen geknüpft seien, hieß es. Nach diesen Förderrichtlinien handele es sich bei den Ersatzneubauten im Regelfall im Gebäude, die am gleichen Ort wieder errichtet würden, wo das alte Gebäude gestanden habe. Allein die gewählte Nähe zum alten Hallenbad, der Bezug zur historischen Altstadt und das Ziel der städtebaulichen Neuordnung in Kombination mit einem „niederschwelligen Integrationsangebot" hätten die Fördergeber bewogen, den Antrag der Stadt Höxter „auf der Agenda ganz nach oben" zu setzen. Bürgermeister Alexander Fischer nannte das Gespräch in Bonn „sehr konstruktiv und informativ", es habe der Verwaltung wertvolle Hinweise gegeben, aber auch „Aufgabenfelder aufgezeigt": Insbesondere widerspreche die Vergabe an einen „Totalunternehmer – wie von der Stadt Höxter vorgesehen – den Förderrichtlinien. Hier müsse nach einer Alternative gesucht werden für eine „schnellstmögliche Umsetzung".

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