Miteinander für Kinderrechte: Eindeutig an ihren blauen T-Shirts sind die Ehrenamtlichen des Unicef-Teams Höxter zu erkennen, Harald Magersuppe (v. l.), Hans-Joachim Merrem (Göttingen), Mechthild Töpfer, Hans Junklewitz. Mittendrin freuten sich Bischof Anba Damian und Klaus Töpfer mit dem Team über den gelungenen ersten Unicef-Kinderspieltag auf dem Gelände des koptischen Klosters. - © Melanie Peter
Miteinander für Kinderrechte: Eindeutig an ihren blauen T-Shirts sind die Ehrenamtlichen des Unicef-Teams Höxter zu erkennen, Harald Magersuppe (v. l.), Hans-Joachim Merrem (Göttingen), Mechthild Töpfer, Hans Junklewitz. Mittendrin freuten sich Bischof Anba Damian und Klaus Töpfer mit dem Team über den gelungenen ersten Unicef-Kinderspieltag auf dem Gelände des koptischen Klosters. | © Melanie Peter

Höxter Ersten Unicef-Kinderspieltag am koptischen Kloster

Miteinander: 120 Kinder aus verschiedenen Nationen verbringen gemeinsam einen abwechslungsreichen Spielenachmittag in Brenkhausen

Melanie Peter

Brenkhausen. Während die Erwachsenen ein schattiges Plätzchen unter den großen Bäumen vor dem Kloster Brenkhausen fanden, tobten die Kinder über die Wiese, ritten auf Kamelen, malten oder verkleideten sich als Pharaonen. Der erste Unicef-Kinderspieltag in Kooperation mit dem koptischen Kloster Brenkhausen war für das Team von Unicef Höxter ein voller Erfolg. Auch Mechthild Töpfer ist Teil des Teams, das 2015 in Höxter eine Arbeitsgruppe gegründet hat. „Ich liebe Kinder, ob es nun meine eigenen, deutsche oder Kinder aus dem Ausland sind. Ich finde es wichtig, dass Kinder aus der ganzen Welt, die keinen Zugang zu sauberem Wasser oder Bildung haben, dass Kinder, die im Krieg leben, unsere Solidarität erfahren“, so die ehemalige Realschullehrerin. Auf dem Gelände des Klosters gab es viele Angebote für die Kinder zwischen drei und zehn Jahren, doch der Ritt auf den Kamelen Petri und Ivan war für viele Kinder das Schönste. Auch Stefano (9) und Carlos (9) schaukelten eine Runde in 2,20 Metern Höhe über die Wiese. „Der Höcker hat ein bisschen gedrückt, aber es hat viel Spaß gemacht“, berichtete Carlos nach dem Ritt lachend.»Kinder, die im Krieg leben, sollen unsere Solidarität erfahren« Bischof Anba Damian äußerte sich sehr erfreut über die große Resonanz. Auch ihm sei das Wohlergehen der Kinder ein besonderes Anliegen: „Viele der Kinder hier verbringen viel Zeit in ihren Unterkünften. So haben sie die Möglichkeit, das alles einmal hinter sich zu lassen und einen unbeschwerten Nachmittag zu genießen.“ Nicht nur bei den Kamelen, auch bei der Ausgabe von heliumgefüllten Luftballons herrschte großes Gedränge. Das Unicef-Team hatte alle Hände voll zu tun, um die Ballons mit Bändern an den Handgelenken der kleinen Besucher zu sichern. Entwischte doch mal einer der Ballons, wurde er mit lauten Rufen verabschiedet und für Ersatz gesorgt. Hans-Joachim Merrem, Leiter der Unicef-Arbeitsgruppe Göttingen, war zur Unterstützung gekommen. „Momentan kümmert sich Unicef auch sehr konkret um die Kinder in den Flüchtlingslagern. Es geht um das Vertreten der Kinderrechte“, verdeutlichte er das Anliegen der Ehrenamtlichen. Für ihn sei es ein Erfolg, dass alle Parteien in ihren Wahlprogrammen aufgenommen hätten, dass die Kinderrechte auch im Grundgesetz verankert würden.

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