Vorsitzende: Mechthild Töpfer an einer Schautafel mit UNICEF-Briefmarken aus der ganzen Welt. - © Simone Flörke
Vorsitzende: Mechthild Töpfer an einer Schautafel mit UNICEF-Briefmarken aus der ganzen Welt. | © Simone Flörke

Höxter Ausstellung mit UNICEF-Briefmarken aus aller Welt

Gruppe des Kinderhilfswerkes der Vereinten Nationen macht mit einer Ausstellung auf die Situation der Kinder in der Welt aufmerksam

Simone Flörke

Höxter. Seit eineinhalb Jahren gibt es das Team Höxter im Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF. Angegliedert ist sie der Arbeitsgruppe Göttingen. "Wir helfen Kindern in aller Welt - derzeit in erster Linie den Kindern in Syrien. "Weil dort im Augenblick die Not am Größten ist", sagt die Höxteraner Vorsitzende Mechthild Töpfer bei der Präsentation der UNICEF-Briefmarken-Ausstellung zum 70. Gründungstag des Kinderhilfswerkes, die im Foyer des Konrad-Beckhaus-Heimes in Höxter zu sehen ist. Geplant ist zudem wieder der Verkauf von Karten am zweiten Adventssamstag, 3. Dezember, am Stand im Modehaus Klingemann. Vier bis fünf Aktionen organisiert die Gruppe jedes Jahr, wirbt für UNICEF in der Öffentlichkeit - von der Aktion des Petri-Ganztags und der Ausstellung zum Thema Wasser in der Volksbank über den Stand beim Gartenfest in Corvey bis hin zur Luftballonaktion zum Weltkindertag mit dem Kinderschutzbund. Interessierte können sich an Mechthild Töpfer wenden, E-Mail: mechthildis@aol.com, oder ans Café am Flugplatz auf dem Räuschenberg, wo die Treffen des Teams stattfinden. Aus Bhutan, dem Oman und dem Tschad, Ecuador oder Paraguay und sogar aus der ehemaligen UdSSR und der ehemaligen DDR sind Briefmarken oder Sonderstempel in der Ausstellung zu sehen. Die ist laut Hans Junklewitz aus Lüchtringen - aktiv in der UNICEF-Gruppe - eine Mischung aus Leihgaben und Privatsammlungen von ihm selbst und vom ehemaligen Vorsitzenden des mittlerweile aufgelösten Briefmarkenvereins in Höxter, Hans-Jürgen Janzen aus Brenkhausen. Und noch bis zum Samstag, 3. Dezember, im Konrad-Beckhaus-Heim - danach im Flughafen-Café auf dem Räuschenberg und im Kloster in Brenkhausen - zu sehen. Ein Ort, an dem die Philatelie auch unter den Bewohnern noch sehr gepflegt werde, wie Leiter Berno Schlanstedt betont. Mechthild Töpfer freut sich über die Unterstützung und die Möglichkeit, für UNICEF in der Region zu werben. Und sie freut sich über die drei syrischen Mitstreiter, die das Höxteraner Team gewonnen hat: "Drei junge Leute zwischen 20 und 25 Jahren, die auch schon in ihrer Heimat für UNICEF aktiv waren", berichtet sie. Drei von insgesamt sieben Brüdern und Schwestern, deren Geschwister noch in Aleppo leben. Die ehemalige Lehrerin Mechthild Töpfer, Mutter von drei Kindern und stolze Großmutter von vier Enkeln ("meine kleine Schulklasse") erinnert sich selbst noch an die Hilfe, die sie als Kind bekommen hat: "Die Schulspeisung von Herrn Hunstiger." Heute helfe UNICEF - am 11. Dezember 1946 in New York gegründet, zunächst um Kindern in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg zu helfen, ab 1953 dann in Deutschland - Kindern überall dort, wo sie Not leiden, vornehmlich in Entwicklungsländern. Und mit besonders gestalteten Briefmarken sei immer wieder dieses Engagement gewürdigt worden.

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