Im Klostergarten: Bischof Anba Damian, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl und Bürgermeister Alexander Fischer. - © Burkhard Battran
Im Klostergarten: Bischof Anba Damian, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl und Bürgermeister Alexander Fischer. | © Burkhard Battran

Brenkhausen Regierungspräsidentin besucht Kopten

Kloster Brenkhausen: Gemeinsam mit dem Bürgermeister nimmt sie den ersten Spatenstich für den neuen Klosterweg vor

Burkhard Battran

Brenkhausen. Es sollte nur ein ganz kleiner Höflichkeitsbesuch abseits jeglicher protokollarischer Formalitäten werden. Am Ende war es aber dann doch ein Festakt mit rund 50 Teilnehmern und Delegierten. "Ich hatte plötzlich die Idee, den Gegenbesuch der Regierungspräsidentin mit der Grundsteinlegung für unseren neuen Klosterweg zusammenzulegen, um so auch ein sichtbares Zeichen zu setzen, dass die Arbeit hier nicht stehen bleibt", sagte Anba Damian, Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland mit Sitz in Brenkhausen. Im Juni hatte die Bezirksregierung ihr 200-jähriges Jubiläum gefeiert und bei dieser Gelegenheit hatte Bischof Damian die Regierungspräsidentin nach Brenkhausen eingeladen. "Ich bin ja schon einige Male hier gewesen, aber ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, wie dieser Ort in ständiger Weiterentwicklung begriffen ist", sagte Marianne Thomann-Stahl. Die Regierungspräsidentin lobte das Feingefühl der koptischen Gemeinschaft bei der Restaurierung der alten Klosteranlage. "Ich weiß ja selbst, dass der Umgang mit deutschen Behörden nicht ganz leicht ist, aber die koptische Gemeinschaft hier in Brenkhausen hat gerade auch die Denkmalschutzauflagen nicht nur erfüllt, sondern oftmals übererfüllt", sagte die Regierungspräsidentin. Bürgermeister Alexander Fischer nahm in seinem Grußwort das integrative Miteinander in den Fokus. "Hier wird Integration auf höchstem Niveau geleistet", sagte der Bürgermeister. Insbesondere auch das Verhältnis zwischen Ortsgemeinschaft und Kloster funktioniere vorbildlich. Das zeige auch das Projekt des neuen Klosterwegs. Ortsausschuss und Kloster haben gemeinsam einen befestigten Platz mit Zuwegung auf den Weg gebracht. Bei Regen war das Kloster bisher nur durch Matsch zu erreichen. "Da wir den Klostervorplatz ja auch für örtliche Festivitäten nutzen, ist es ein Gewinn für alle Seiten, wenn wir den Platz befestigen", sagte der Vorsitzende des Ortsausschusses, Martin Finke. Insbesondere auch für die nicht wenigen Besucher verbessert sich die Situation. "Wir haben immerhin nach Corvey die meisten Besucher", betonte Bischof Damian. Die Baumaßnahme wird auf etwas über 30.000 Euro veranschlagt. 15.000 Euro trägt die Stadt, der Rest wird vom koptischen Bischofssitz finanziert. Die Arbeiten für die Wegbefestigung sollen im Oktober starten und noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

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