Ankunft: Empfang der ersten Flüchtlinge in der Notunterkunft in Höxter. - © David Schellenberg
Ankunft: Empfang der ersten Flüchtlinge in der Notunterkunft in Höxter. | © David Schellenberg

Höxter Wie Kreis und Städte die Flüchtlinge unterbringen

Ortschaften müssen sich in Zukunft auf immer mehr Flüchtlinge einstellen

Simone Flörke
25.09.2015 | Stand 25.09.2015, 16:49 Uhr
David Schellenberg

Höxter. Sie prägen inzwischen das Bild in den Städten und Dörfern: die Flüchtlinge, die nach wochenlanger Flucht in Deutschland ankommen. Erst in der Nacht zu Donnerstag erklärte EU-Ratspräsident Donald Tusk, dass „die größte Flüchtlingswelle noch vor uns steht“. Für die Unterbringung der ankommenden Asylbewerber sind die Städte, der Kreis und die Bezirksregierungen Detmold und Arnsberg in unterschiedlicher Weise zuständig. Die Zahlen, die David Schellenberg und Simone Flörke gesammelt haben, ändern sich zurzeit fast täglich: Manchmal haben die Kommunen nur wenige Stunden Zeit, um für neu ankommende Flüchtlinge eine Unterkunft zu finden. Auch wenn die Übersicht nur eine Momentaufnahme ist, zeigt sie doch die unterschiedliche Herangehensweise der Kommunen von der dezentralen Unterbringung in Höxter bis zu einer rein auf die Kernstadt konzentrierte Unterbringung in Nieheim. Die Anzahl der Asylbewerber, die in Höxter von der Stadt betreut werden, beträgt insgesamt 332: Diese Zahl sei aus der Liste nicht ersichtlich, weil es sich um Mischfälle bei der Anerkennung (Kind/Eltern) handele, die in private Wohnungen umziehen dürften, erklärt Stadtsprecherin Sabine Hasenbein. Hier die Verteilung der Flüchtlinge auf die einzelnen Städte im Kreis Höxter: Zuständigkeit bei der Unterbringung Die Bezirksregierung Arnsberg betreut die Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) in Bad Driburg und Borgentreich sowie die Notunterkunft in der Jugendherberge Höxter. Die Bezirksregierung Detmold rief den Kreis um Hilfe bei der Notunterkunft an der Brenkhäuser Straße. In diesen Einrichtungen bleiben die Flüchtlinge für gewöhnlich nur einige Tage, bis sie registriert sind. Dann werden sie nach einem festen Schlüssel auf die Städte verteilt. Für diese zugewiesenen Flüchtlinge sind die Kommunen verantwortlich, bis sie einen Aufenthaltsstatus bekommen oder abgeschoben werden.

realisiert durch evolver group