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Höxter Musikalisch durch die Nacht honken

Kneipenfestival lockt Hunderte Musikfans in die Lokale in Höxter

VON DOMINIK SENDLER
18.11.2014 , 06:47 Uhr
Sie spielten vor großer Fangemeinde alles, was das Rockherz begehrt. - © FOTOS: DOMINIK SENDLER
Sie spielten vor großer Fangemeinde alles, was das Rockherz begehrt. | © FOTOS: DOMINIK SENDLER

Höxter. Singen, tanzen und den Alltag hinter sich lassen. Ob Pop, Funk, Reggae oder Rock: Einmal bezahlen, überall live dabei sein. Wer es am Samstag musikalisch mochte, kam beim Höxteraner Honky-Tonk-Kneipenfestival voll auf seine Kosten.

Insgesamt neun ausgewählte Livebands auf ebenso vielen Bühnen freuten darauf, die recht milde Novembernacht zum Tag zu machen. Sämtliche Kneipen waren voller Menschen und Musik. "Normalerweise kenne ich Höxter nur vom Campingurlaub an der Weser. Das Honky Tonk ist eine gute Gelegenheit, neben der vielen Musik auch mal die verschiedenen Lokalitäten in Höxter kennenzulernen", sagt Hermann Degener, der extra aus Lennestadt im Sauerland angereist war. "Meine Lieblingsmusik ist die der 50er und 60er Jahre", fügt er hinzu, weshalb er "sehr gut bei Mr. Tottler bei Optik Krog aufgehoben" sei. Die Mitarbeiter, bereits das vierte Mal Teilgastgeber des Honky Tonks, mussten zu Bereitstellung der Fläche "etwa 600 Brillen aus dem eigentlichen Verkaufsraum wegräumen", schätzt Geschäftsführer Benjamin Krog.

Neben den acht anderen Bands und Interpreten waren sicherlich auch die "Four Roses" als Höhepunkt des Abends zu betrachten. Die vier professionellen Musiker aus Leipzig, die in NRW bereits über eine große Fangemeinde verfügen, wussten ihr Publikum im Paulaner Wirtshaus mit einer selten zu erlebenden Spielfreude bei Rock-Covern und Gitarrensoli zu begeistern. Die beiden Kommilitonen Philipp Bürgener und Thomas Lemm, Studenten der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Höxter, zog es hingegen lieber ins S.presso, wo die authentische Reggae-Band "NRG-Vibes" ihre Sounds zum Besten gab.

"Das Honky Tonk selbst hat mir mein Bruder empfohlen, der ebenfalls in Höxter studiert hat", sagt der eigentlich aus Düsseldorf stammende Thomas Lemm. "Das Lokal war uns durchs Fußballschauen bereits bekannt, und bei der Reggae-Musik im kalten November kann man gut entspannen und sich einfach in ein Sommerfeeling zurückversetzen", berichtete Kommilitone Philipp Bürgener. Zum Ausklang des Kneipenfestivals konnte man in der Resi Lounge der Residenz Stadthalle ein letztes Mal tanzen, während DJ Breeze sein Publikum mit Hits der 90er bis heute verwöhnte.