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Kreis Höxter/Bad Driburg

Viel Lärm um Bilster Berg

Bei der Erörterung zum Antrag auf Betriebsausweitung machen Anwohner ihrem Unmut Luft

VON DAVID SCHELLENBERG
10.09.2014 | Stand 10.09.2014, 10:32 Uhr |
Uwe Rottermund (l.) und Ulrich Kros, Vorsitzender der Bürgerinitiative Ruhe am Bilster Berg.
Uwe Rottermund (l.) und Ulrich Kros, Vorsitzender der Bürgerinitiative Ruhe am Bilster Berg.

Kreis Höxter/Bad Driburg. Zwischenapplaus und Rumoren: Bisweilen sehr emotional wurde gestern der Antrag auf Ausweitung des Fahrbetriebs auf der Test- und Präsentationsstrecke Bilster Berg erörtert. Rund 100 Einwender und Interessierte kamen ins Rathaus Bad Driburg, um ihre Ängste und Sorgen deutlich zu machen.

Ingesamt 396 Einwände wurden diskutiert - zusammengefasst in den Blöcken Lärm, Verkehr und Artenschutz. "Wir wollen unsere Argumente vorbringen. Wenn ich mir bis jetzt das Verhalten des Kreises und des Betreibers anschaue, mache ich mir aber keine Illusionen", sagte Ulrich Kros, Vorsitzender der Bürgerinitiative "Ruhe am Bilster Berg". Unter großem Applaus erklärte er die Zielrichtung der Gegner: "Die Bürger machen schon jetzt die Erfahrung, dass der Betrieb am Bilster Berg zu laut ist. Jetzt soll der Lärm verdoppelt werden - das ist es, was uns stört."

Umfrage

Wie Albrecht Wrede, juristischer Berater von Bilster Berg Drive Ressort erläuterte, beantragt das Unternehmen die Erhöhung der Emissionswerte an den Messstellen Ostschleife von 72 auf 75 Dezibel (dB) und Westschleife von 73 auf 74 dB. Damit wäre eine Verdoppelung des Fahrbetriebs möglich. Außerdem möchte das Unternehmen die Mittagsruhe an Sonn- und Feiertagen um eine halbe Stunde kürzen. Hintergrund sind wirtschaftliche Erwägungen. Wie Wrede offen einräumte, musste der Betrieb am Bilster Berg schon mehrfach eingestellt werden, weil die Lärmgrenzen erreicht worden sind.

Der ganz Bericht und ein Kommentar in der Mittwochausgabe Ihrer Neuen Westfälischen Höxter.

Verfahrensleiterin Kathrin Weiß vom Kreis Höxter am Rednerpult im Ratssaal von Bad Driburg erklärt die Vorgehensweise und die weiteren Verfahrensschritte. - © Fotos: David Schellenberg Die Karte zeigt die festgelegten Höchstgrenzen für den durchschnittlichen Lärm, der innerhalb von 16 Stunden entstehen darf.

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