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Höxter "Anja Niedringhaus war eine sehr eindrucksvolle Frau"

Interview: Gemma Pörzgen, Mitbegründerin und Vorstandsmitglied der deutschen Sektion von "Reporter ohne Grenzen", spricht über die Gefahren für Kriegsreporter

14.04.2014 | Stand 13.04.2014, 15:41 Uhr
Gemma Pörzgen. - © FOTO: PRIVAT
Gemma Pörzgen. | © FOTO: PRIVAT

Familie, Freunde und Kollegen trauern um die getötete Fotografin Anja Niedringhaus. Die 48-jährige preisgekrönte Reporterin der US-Nachrichtenagentur AP war am 4. April in der afghanischen Unruheprovinz Chost von einem Polizisten erschossen worden. Ihre kanadische Kollegin Kathy Gannon (60) wurde schwer verletzt. Heute wird Anja Niedringhaus in ihrer Heimatstadt Höxter beerdigt. Bei der Trauerfeier in Corvey spricht auch der in Höxter lebende frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer. Außerdem werden die beiden Chefs der Nachrichtenagentur AP aus New York erwartet.
Die Gewalt gegen Journalisten hat in den vergangenen Jahren in vielen Ländern zugenommen. Laut der Organisation "Reporter ohne Grenzen" sind 2013 mehr als doppelt so viele Journalisten getötet worden wie im Jahr zuvor. Die Zahl stieg von 38 auf 87. Miriam Scharlibbe sprach mit Gemma Pörzgen (51) über Gefahren und Vorurteile, mit denen Kriegsreporter zu kämpfen haben.

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