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Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies (Mitte) übergibt Bürgermeister Hermann Temme den Förderungsbescheid. - © Helga Krooß
Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies (Mitte) übergibt Bürgermeister Hermann Temme den Förderungsbescheid. | © Helga Krooß

Brakel Neue Park- und Spielfläche soll in Bökendorf märchenhaft werden

Von Grimm inspiriert entsteht in Bökendorf auf dem ehemaligen Grundschulgelände eine barrierefreie Park- und Spielfläche für alle Generationen – wie die Bezirksregierung dies unterstützt

Helga Krooß
18.05.2019 | Stand 18.05.2019, 14:59 Uhr

Brakel-Bökendorf. Die Idee entstand in einem Arbeitskreis der Dorfwerkstatt Bökendorf. Mit dem Ziel, jung und alt zusammenzubringen, wurde unter dem Titel „Ludowinengarten" für das Gelände der ehemaligen Grundschule ein generationenübergreifendes Nutzungs- und Gestaltungskonzept erarbeitet, bei dem fünf Märchen der Brüder Grimm im Fokus stehen. Auf dem 6.800 Quadratmeter großen Areal ist eine barrierefreie Park- und Spielfläche geplant, die Spaß und Erholung verspricht. Beim Besuch im Kultur-Musterdorf übergab Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies jetzt an Bürgermeister Hermann Temme die schriftliche Förderzusage in Höhe von 250.000 Euro aus dem Leader-Programm. „Wir haben 48 Leader-Projekte, von denen vier die Höchstsumme erhalten haben. Bökendorf gehört dazu", betonte Recklies bei der Übergabe. Thema gibt's erstmals im Kreis Bürgermeister Temme führte an, dass „das Thema Märchen durch den Ludowinengarten erstmals im Kreis Höxter in Szene gesetzt" werde. Märchen würden hier erleb- und lernbar. Das biete Ausstrahlungskraft für die gesamte Region. Der Ludowinengarten sei ein fantastisches Projekt, dankte Temme allen an dieser Idee Mitwirkenden für ihr Engagement, insbesondere Karl-Eitel John und Michael Wickel. Mit dem „märchenhaften" Projekt werde das Kulturangebot in Bökendorf erweitert. Zugleich entsteht ein neuer Rast- und Knotenpunkt auf der Radfahrstrecke zwischen den Tourismus-Musterdörfern Vörden und Bellersen und dem Kultur-Musterdorf Bökendorf. Über die Einzelheiten zum Ludowinengarten informierte Landschaftsarchitektin Anja Multhaup. Namensgeberin für den geplanten Garten ist Freiin Ludowine von Haxthausen (1795 bis 1877), die sich besonders für sozial schwache Menschen einsetzte. Der Ludowinengarten ist von der Drudestraße an drei Punkten erschlossen. Durch die gesamte Fläche zieht sich ein 2,50 Meter breiter Weg, über den die fünf Märchenbereiche sowie das Info-Forum erreichbar sind. Alle Bereiche verfügen über Sitzgelegenheiten. DIE BEREICHE Bereich „Froschkönig": Hier entsteht, umrahmt von Gräsern und Kopfweiden, eine Wasserspielanlage nebst Sandspielplatz mit Holzspielgeräten, Kletter- und Balanciermöglichkeiten. Bereich „Schneewittchen und die sieben Zwerge": Sieben sanfte, etwa 80 Zentimeter bis 1,10 Meter hohe Rasenhügel greifen das Märchen auf. Für Spaß sorgen ein Spielkogel, Wackelbrücke und Himmelswiege. Kopfweiden und ein Meter hohe Corten-Stahl-Figuren komplettieren den Platz. Bereich „Hänsel und Gretel": Hauptattraktion ist ein Grillplatz mit begehbarem Hexenhäuschen. Büsche und Farne lassen Waldcharakter entstehen. „Dieser Bereich kann gerne auch von Gruppen genutzt werden", so Planerin Multhaup. Bereich „Dornröschen": Hier laden ein offener barrierefreier von Rosen umrankter Pavillon und Liegebänke auf der Rasenfläche zum Verweilen ein. Strauchrosen, Duftblumen und Hecken-Elemente mit Torbogen sowie Figuren aus Corten-Stahl unterstreichen das Thema. Bereich „Bremer Stadtmusikanten": Relativ naturnah gestaltet mit Obstbäumen und Wiesenfläche, stehen hier ein Weidentipi als Räuberhöhle sowie dem Märchen entsprechend Klangelemente und Märchenfiguren im Mittelpunkt. Bereich Forum: Der Platz ist als offene Fläche gestaltet und kann für verschiedene Veranstaltungen genutzt werden. Hecken und Kopfweiden umrahmen den Bereich, Felsbrocken dienen als Sitzgelegenheit, eine Informationsstelle liefert Wissenswertes zu Bökendorf. Aus Corten-Stahl gestaltete Köpfe bekannter Persönlichkeiten wie beispielsweise Annette von Droste-Hülshoff, August von Haxthausen, Heinrich Strauber und die Gebrüder Grimm komplettieren den Bereich.

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